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Kartenspiel: Review-Bombing für Slay the Spire 2 wegen Beraterin

Der erfolgreiche Steam-Start von Slay the Spire 2 wird von Diskussionen überschattet. In den Credits des Spiels taucht eine umstrittene Medienkritikerin auf.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von Slay the Spire 2 (Bild: Mega Crit)
Artwork von Slay the Spire 2 Bild: Mega Crit

Das Sammelkartenspiel Slay the Spire 2 ist seit Anfang März 2026 im Early Access verfügbar – und extrem erfolgreich gestartet. Der Nachfolger des beliebten Indie-Hits erreichte auf Steam hohe Spielerzahlen(öffnet im neuen Fenster), viele positive Nutzerbewertungen und erhielt von ersten Medien teils Bestwertungen (auch bei Golem).

In Teilen der Community gibt es inzwischen auch Diskussionen über das Spiel. Auslöser ist ein erst kürzlich entdecker Eintrag in den Credits: Dort wird Anita Sarkeesian als Beraterin aufgeführt. Sarkeesian ist eine US-Medienkritikerin und Gründerin der Organisation Feminist Frequency.

Bekannt wurde sie vor allem durch eine Videoserie namens Tropes vs. Women in Video Games, in der sie die Darstellung von Frauen in Spielen analysierte. Seit den 2010er Jahren zählt sie zu den bekanntesten und zugleich umstrittensten Stimmen rund um Diversität und Geschlechterdarstellung in Games.

Nachdem Screenshots des Credit-Eintrags in sozialen Netzwerken verbreitet wurden, gab es auf Steam und in Foren zahlreiche Diskussionen. Auffällig viele Nutzer hinterließen negative Bewertungen und schrieben, sie hätten das Spiel nicht gekauft, wenn ihnen die Zusammenarbeit mit Sarkeesian vorher bekannt gewesen sei.

"Für mich steht ihr Name für genau die Art Einfluss, die Spiele oft unnötig politisiert, weichspült und von ihrer eigentlichen Stärke wegzieht", schreibt etwa ein Nutzer, der ausdrücklich vom Spiel abrät.

Diskussionen in den Nutzerbewertungen auf Steam

In den Steam-Foren ist das Thema inzwischzen sehr präsent, inhaltlich zeigt sich allerdings ein gemischtes Bild. Während manche Spieler die Zusammenarbeit kritisieren, halten andere die Aufregung für überzogen oder verweisen darauf, dass die eigentliche Qualität des Spiels davon unberührt sei.

Welche konkrete Rolle Sarkeesian bei der Entwicklung hatte, ist bislang unklar. Weder das aus Seattle stammende Entwicklerstudio Mega Crit noch Sarkeesian selbst äußerten sich bisher öffentlich dazu. Externe Berater sind in der Spielebranche seit Jahren üblich, etwa für Narrative, Barrierefreiheit oder kulturelle Themen.

Die aktuelle Debatte kommt für Mega Crit zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Kurz zuvor hatte es bereits Kritik an Balance-Änderungen und Gameplay-Anpassungen gegeben, allerdings in kleinem Umfang und mit gemäßigtem Tonfall. Dabei ging es vor allem um Änderungen an beliebten Strategien und Kartenkombinationen.


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