Kartendienst: Uber prüft offenbar Übernahme von Nokia Here
Das finnische Telekommunikationsunternehmen Nokia Oyj prüft laut einem Bericht von Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) den Verkauf seines Kartendienstes Nokia Here(öffnet im neuen Fenster) – eine Tochterfirma, in der momentan weltweit rund 6.000 Angestellte arbeiten, ein großer Teil davon in Berlin. Nach Informationen von Bloomberg soll unter anderem der berühmt-berüchtigte Logistikanbieter Uber Technologies sein Interesse signalisiert haben.
Der Wert von Nokia Here soll auf rund zwei Milliarden Euro taxiert sein, Nokia Oyj hoffe allerdings auf Erlöse von vier bis fünf Milliarden Euro. Potenzielle Käufer sollen bereits in diesem Monat ihre Angebot abgeben können. Neben Uber sollen auch deutsche Automobilkonzerne eine Übernahme prüfen. Gegenüber Bloomberg wollten sich BMW und Daimler nicht äußern, Volkswagen habe eine Anfrage bislang nicht beantwortet; auch Nokia selbst hat Berichte bislang unkommentiert gelassen.
Nokia Here macht derzeit noch Verluste, baut aber das lukrativ eingeschätzte Geschäft mit Kartendiensten weiter aus. Neben einer Webanwendung gibt es auch Apps für diverse mobile Plattformen. Vorteil von Here für den Kunden: Auf Knopfdruck lassen sich die Kartendaten für den Offlinezugriff etwa im Ausland auf dem Mobilgerät speichern.
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