Kartendienst: Here wird ein bisschen chinesisch

Drei chinesische Unternehmen investieren in Here und erhalten einen kleinen Anteil am Unternehmen. Damit soll der Kartendienst besser an die Bedürfnisse des wichtigen chinesischen Markts angepasst werden.

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Neue Partner für Here
Neue Partner für Here (Bild: Here)

Die drei Autohersteller Audi, BMW und Daimler haben neue Partner für den Kartendienst Here gefunden. Drei chinesische Unternehmen beteiligen sich an Here und erhalten zusammen zehn Prozent am Kartendienst. Audi, BMW und Daimler verringern dafür ihre jeweiligen Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen. Für welche Summe dieser Anteil an die drei Investoren gegangen ist, wurde nicht mitgeteilt.

Navinfo kooperiert mit Here seit zehn Jahren

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Der Zehn-Prozent-Anteil verteilt sich auf den chinesischen Kartenanbieter Navinfo, das chinesische Internetunternehmen Tencent sowie die Investment-Firma GIC aus Singapur. Wie hoch die jeweiligen Beteiligungen der einzelnen neuen Investoren sind, teilte Here nicht mit. Die Übernahme soll im ersten Halbjahr 2017 abgeschlossen werden, sofern Regulierungsbehörden nicht einschreiten.

Speziell mit Navinfo ist ein Joint-Venture geplant, um Kartenmaterial speziell für den chinesischen Markt anbieten zu können. Navinfo bietet in China bereits Kartendienste an und will diese mit Hilfe von Here verbessern. Das langfristige Ziel sind äußerst präzise Kartendaten für künftige autonom fahrende Autos. Navinfo hat bereits seit zehn Jahren mit Here zusammengearbeitet.

Here wird Bestandteil von Tencents Diensten

Das chinesische Internetunternehmen Tencent betreibt unter anderem die Dienste QQ sowie Wechat und will die Here-Daten in seine eigenen Dienste integrieren. Die Rolle von GIC ist darauf beschränkt, die nötigen Geldmittel zur Verfügung zu stellen.

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Here wurde im vergangenen Jahr von Audi, BMW und Daimler für 2,8 Milliarden Euro von Nokia aufgekauft. Damit wollen die drei Autohersteller eine eigene Plattform für Kartendaten und standortbasierte Dienste aufbauen, die dann auch für künftige autonom fahrende Autos gedacht ist. Mit diesem Schritt soll verhindert werden, dass die Automobilbranche abhängig von Anbietern wie Google wird. Die drei Autohersteller hatten dabei immer betont, dass Here als offene Plattform betrieben wird und neue Partner gesucht werden.

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