Kartendienst: Google Maps vermittelt Essen und Hotels per KI
Im März 2026 hat Google den Kartendienst Maps um neue Funktionen erweitert. Seither stellen erste Anwender über die Funktion Ask Maps komplexe Fragen an die App. Sie teilen dem System beispielsweise mit, dass der Smartphone-Akku entladen ist und sie eine Möglichkeit zum Aufladen suchen. Die künstliche Intelligenz von Google verarbeitet die Anfrage und sucht nach einem geeigneten Ort für den Ladevorgang. Nun erweitert der Konzern das Feature um zusätzliche agentische Fähigkeiten, die auf der KI Gemini basieren.
Agentische Funktionen für Essensbestellungen
Wie Google in einer Ankündigung erklärt(öffnet im neuen Fenster), führt Ask Maps nun komplexe Aufgaben mit mehreren Teilschritten selbstständig aus. Den Anfang macht die Option, Essen über den Kartendienst zu ordern. Nutzer können der Anwendung beispielsweise nach der Arbeit mitteilen, dass sie ein bestimmtes Essen zum Mitnehmen bestellen und auf dem Heimweg abholen möchten. Ask Maps sucht dafür passende offene Restaurants entlang der Route.
Google Maps ermittelt den passenden Betrieb, legt die gewünschten Speisen in den Warenkorb und stellt eine Übersicht zur Bestätigung bereit. Bei der Auswahl berücksichtigt das System eigenständig gespeicherte Orte sowie Ernährungsbedürfnisse. Die separate Funktion Personal Intelligence greift auf Gmail zu, um beispielsweise Reservierungen einzubinden. Eine Kalenderanbindung ist laut Google in Vorbereitung. Zum Start funktioniert die Essensbestellung ausschließlich bei Restaurants, die mit Partnerunternehmen wie Square, Toast oder künftig Uber Eats zusammenarbeiten. Die Funktionen stehen vorerst nur in den USA zur Verfügung. Google plant spätere Erweiterungen für weitere Regionen.
Reiseplanung und Weiterleitung zu Buchungen
Aufgrund der regionalen Begrenzung bleibt auch eine zweite Neuerung vorerst auf den US-Markt beschränkt. Für Europa nennt Google keinen Zeitplan – lediglich Ask Maps selbst als Basisfunktion wächst international weiter, unter anderem um Australien, Brasilien, Kanada, Indonesien, Japan und Mexiko sowie über 150 englischsprachige Länder und Territorien.
Über komplexe Anfragen erhalten Nutzer detaillierte Informationen zu Hotels sowie Veranstaltungen. Google Maps filtert passende Angebote heraus und vergleicht die Preise für einen festgelegten Zeitraum. Nach der Entscheidung für eine Unterkunft leitet die App zur Buchung auf die Website des jeweiligen Anbieters weiter. Ein vergleichbarer Ablauf gilt für die Suche nach Aufführungen oder Konzerten in der Umgebung, bei der Ask Maps entsprechende Links zum Ticketkauf liefert.
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