Eigene Routen und Favoriten in Osmand

Routen lassen sich in Osmand entweder als GPX-Dateien importieren oder selbst erstellen und exportieren. Die zurückgelegten Wege lassen sich aufzeichnen und später beispielsweise in Openstreetmap importieren oder nachvollziehen. Auch eine klassische Navigation zwischen dem Standort und einem weiteren Punkt sind problemlos möglich - auch das, wohlgemerkt, komplett offline.

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Insgesamt funktioniert das flüssig und kann sogar um eine Sprachnavigation ergänzt werden. Die Geschwindigkeit des Routings ist hier aber sowohl von der Entfernung als auch von der Leistung des genutzten Smartphones abhängig. Bei älteren Modellen oder einer langen Strecke kann die Berechnung der Route etwas länger dauern. So nahm die Routenfindung für die Strecke Berlin - Stuttgart auf einem Pixel 3a rund 8 Minuten in Anspruch.

Ein anderer Kritikpunkt ist, dass die Suche nach Orten wenig intuitiv ist. So muss im Menü zwischen der Suche nach einem Ort und einer Adresse unterschieden werden. Bei der Adresssuche muss erst nach der Stadt und anschließend nach der Straße gesucht und letztlich die Hausnummer ausgewählt werden.

Die Ortssuche ist nicht so wählerisch und findet bei der Eingabe von Golem direkt die Golem.de-Redaktion. Das funktioniert entsprechend mit Restaurants, Cafés und allem anderen, was einen Namen hat und in der Karte eingezeichnet ist. Dabei wird immer im Umkreis der aktuellen Karte gesucht und die ungefähre Entfernung in Kilometern angegeben.

Kein Tracking wie in Google Maps

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So gut das Routing in Osmand auch funktioniert, Google Maps kann durch seine per Tracking gesammelten Daten einige Zusatzdienste bieten, die die freie Karten-App nicht unterstützt. So weiß Google beispielsweise anhand der gesammelten Daten, wo sich Staus bilden, kann diese anzeigen und auch im Routing berücksichtigen. Ähnliche Funktionen bietet Osmand prinzipbedingt nicht - dafür überwacht es die Nutzenden jedoch auch nicht. Im Gegenteil: Laut Exodus, einem Projekt, das Apps auf Tracking-Bibliotheken hin untersucht, sind in den Versionen für Android keinerlei Tracker eingebunden.

Auch sonst sind in Osmand keine Online-Dienste eingebettet, beispielsweise zum Reservieren von Tischen. Spätestens seit wir Reservierungen für den McDonalds am Berliner Ostbahnhof, unsere Redaktion und das Bundeskanzleramt anlegen konnten, sehen wir in den meist automatisierten Diensten aber ohnehin eher einen Bug als ein Feature.

Die automatisiert erstellten fehlerhaften Informationen in Google Maps können manchmal lustig sein, beispielsweise wenn Googles Algorithmen Felsen im Niemandsland als Hochhäuser erkennen und in der Karte verzeichnen. Manchmal bedeuten sie jedoch auch finanzielle Schäden, etwa wenn Google fälschlicherweise extrem hohe Wartezeiten bei einem Restaurant angibt. Mangels derlei Funktionen gibt es solche Fehler bei Osmand nicht.

Openstreetmap wird weltweit von einer Community getragen, die die Karte pflegt und erweitert. Aber auch Firmen wie Microsoft und Facebook unterstützen das Projekt. Trotzdem sind auch die vor allem in Handarbeit entstehenden Daten nicht vor Fehlern gefeit. Dabei handelt es sich jedoch in erster Linie um veraltete Informationen zu Restaurants oder Geschäften - ein generelles Problem, auch für Google.

Verfügbarkeit von Osmand

Osmand kann für iOS in Apples App Store kostenlos heruntergeladen werden, allerdings werden die einzelnen Karten zum Kauf angeboten. So kostet beispielsweise Europa 7 Euro, ein Jahresabo mit allen Karten ist für 8 Euro zu haben.

Unter Android ist Osmand sowohl im freien App Store F-Droid als auch in Googles Play Store verfügbar. Während die App in beiden Stores kostenlos angeboten wird, gibt es im Play Store auch eine kostenpflichtige Variante (Osmand+). Durch den Kauf der 7 Euro teuren App werde das Projekt unterstützt und es würden neue Funktionen ermöglicht, schreibt das Osmand-Team.

Das Projekt bittet um Mitarbeit und finanzielle Unterstützung. Nutzende könnten Kartenfehler melden oder eben Informationen zu Orten eintragen oder aktualisieren - entweder über Osmand selbst oder beim Openstreetmap-Projekt.

Hinweis: Der Golem.de-Werkzeugkasten ist unser How-to-Format. Wir zeigen anhand von Tutorials und Erlebnisberichten, wie sich Hard- oder Software im Praxisalltag effektiv einsetzen lassen.

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 Osmand bietet eine Karte mit vielen Ansichten
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violator 20. Dez 2020

Flüssige Darstellung ist einfach angenehmer und irritiert auch nicht so.

Eheran 15. Dez 2020

Was ist denn da die große Funktionsvielfalt? Dass man da nicht mal eine gesetzte...

the_crow 15. Dez 2020

Eine weitere sehr gute Alternative ist Guru Maps (vormals Galileo...

masterx244 14. Dez 2020

Was vorhanden ist hängt auch davon ab was in OSM eingetragen wurde. Was in der OSM...



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