• IT-Karriere:
  • Services:

Karten-App in iOS 6: Apple ignorierte Fehlermeldungen von Entwicklern

Entwickler von iOS-Anwendungen haben Apple frühzeitig auf die Probleme in der neuen Karten-App hingewiesen. Aber Apple ignorierte die Fehlerberichte und entschied sich, die Karten-App dennoch in dem jetzigen Zustand in iOS 6 zu integrieren.

Artikel veröffentlicht am ,
In Apples Kartenanwendung heißt der Berliner Hauptbahnhof weiterhin Lehrter Stadtbahnhof.
In Apples Kartenanwendung heißt der Berliner Hauptbahnhof weiterhin Lehrter Stadtbahnhof. (Bild: Apple/Screenshot: Golem.de)

Entwickler beschuldigen Apple, der Konzern habe die Karten-App iOS 6 ganz bewusst mit Fehlern veröffentlicht. Cnet zitiert mehrere Entwickler von iOS-Anwendungen mit entsprechenden Aussagen. Apple wurde demnach bereits viele Monate vor der Veröffentlichung von iOS 6 immer wieder auf Fehler in der neuen Karten-App hingewiesen.

Inhalt:
  1. Karten-App in iOS 6: Apple ignorierte Fehlermeldungen von Entwicklern
  2. Apples APIs für Karten-App sind fehlerhaft

"Die Stimmung unter den Entwicklern war, dass die Karten-App so schockierend schlecht war, dass es sinnlos gewesen wäre, jeden einzelnen Fehler zu melden", erklärte ein Entwickler. Die Entwickler hätten kein Formular für einzelne Fehlerberichte benötigt, sondern eine Möglichkeit, "ganze Regionen auszuwählen", weil alles falsch gewesen sei. Apple hat aber wohl die meisten Fehlerberichte ignoriert. Laut den Entwicklern waren alle vorab gemeldeten Fehler auch noch im fertigen iOS 6 enthalten.

Alle Entwickler sprachen nur unter der Bedingung mit Cnet, dass ihre Namen nicht genannt würden. Sie fürchten ansonsten Sanktionen durch Apple.

Google Maps wurde durch Apples Karten-App ersetzt

In iOS 6 hatte Apple eine eigene Karten-App integriert und damit Googles Karten-App ersetzt. Entwickler von iOS-Anwendungen mussten ihre Apps aktualisieren, damit diese mit Apples eigener Karten-App zusammenarbeiten können. Im Zuge der Anpassungen fielen den Entwicklern nach ihren Angaben etliche Fehler auf, die sie an Apple meldeten.

Stellenmarkt
  1. Bechtle Onsite Services GmbH, Weissach
  2. Lidl Digital, Berlin

Wenige Tage nach dem Erscheinen von iOS 6 tauchten immer mehr Fehlerberichte zur Karten-App auf. Besitzer von iPhones und iPads waren verärgert. Die Vorwürfe: Bezeichnungen bekannter Sehenswürdigkeiten stimmen nicht oder fehlen ganz, bei der Navigation werden lange Umwege gemacht, Adressen werden abseits von Straßen angezeigt, 3D-Daten und Satellitenansicht haben Darstellungsfehler und in Kartenbereichen fehlen oftmals die notwendigen Details.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Apples APIs für Karten-App sind fehlerhaft 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. (aktuell u. a. Be quiet Dark Rock Pro 4 59,90€ statt 84,90€)

teleborian 15. Okt 2012

Da muss ich mich tatsächlich entschuldigen. :-)

JanZmus 12. Okt 2012

Ok, das ist strange... wenn man nur zoomt und sich umguckt, dann ist sowas wie der...

TITO976 12. Okt 2012

Sehr schön zusammengefasst, habe dem nichts hizuzufügen.

Tryce 12. Okt 2012

scheinbar kommen die Kartenprogramme nicht Brücken klar. Das gleiche Problem hat auch...

ChMu 11. Okt 2012

Lies doch einfach mal durch was Du unterschrieben hast als Entwickler. Kann ich so nicht...


Folgen Sie uns
       


Tolino Vision 5 HD und Epos 2 im Hands On

Tolino zeigt mit Vision 5 HD und Epos 2 zwei neue Oberklasse-E-Book-Reader. Der Epos 2 kann durch ein besonders dünnes Display begeistern.

Tolino Vision 5 HD und Epos 2 im Hands On Video aufrufen
Quantencomputer: Intel entwickelt coolen Chip für heiße Quantenbits
Quantencomputer
Intel entwickelt coolen Chip für heiße Quantenbits

Gebaut für eine Kühlung mit flüssigem Helium ist Horse Ridge wohl der coolste Chip, den Intel zur Zeit in Entwicklung hat. Er soll einen Quantencomputer steuern, dessen Qubits mit ungewöhnlich hohen Temperaturen zurechtkommen.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. AWS re:Invent Amazon Web Services bietet Quanten-Cloud-Dienst an
  2. Quantencomputer 10.000 Jahre bei Google sind 2,5 Tage bei IBM
  3. Google Ein Quantencomputer zeigt, was derzeit geht und was nicht

Netzwerke: Warum 5G nicht das bessere Wi-Fi ist
Netzwerke
Warum 5G nicht das bessere Wi-Fi ist

5G ist mit großen Marketing-Versprechungen verbunden. Doch tatsächlich wird hier mit immensem technischem und finanziellem Aufwand überwiegend das umgesetzt, was Wi-Fi bereits kann - ohne dessen Probleme zu lösen.
Eine Analyse von Elektra Wagenrad

  1. Rechenzentren 5G lässt Energiebedarf stark ansteigen
  2. Hamburg Telekom startet 5G in weiterer Großstadt
  3. Campusnetze Bisher nur sechs Anträge auf firmeneigenes 5G-Netz

Sendmail: Software aus der digitalen Steinzeit
Sendmail
Software aus der digitalen Steinzeit

Ein nichtöffentliches CVS-Repository, FTP-Downloads, defekte Links, Diskussionen übers Usenet: Der Mailserver Sendmail zeigt alle Anzeichen eines problematischen und in der Vergangenheit stehengebliebenen Softwareprojekts.
Eine Analyse von Hanno Böck

  1. Überwachung Tutanota musste E-Mails vor der Verschlüsselung ausleiten
  2. Buffer Overflow Exim-Sicherheitslücke beim Verarbeiten von TLS-Namen
  3. Sicherheitslücke Buffer Overflow in Dovecot-Mailserver

    •  /