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Kartellrecht: Apple soll an alternativen App-Stores für die EU arbeiten

Sollte die europäische Union Apple auflegen, auch andere App Stores zuzulassen, will das Unternehmen dafür gewappnet sein.
/ Andreas Donath
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App Store (Symbolbild) (Bild: Apple)
App Store (Symbolbild) Bild: Apple

Apple arbeitet laut einem Bericht von Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) angeblich an Optionen für alternative App-Stores in der Europäischen Union, um eventuellen Regulierungsmaßnahmen der EU gerecht zu werden.

Seit Jahren beschweren sich Regulierungsbehörden und Softwarehersteller, dass Apple und Google, welche die beiden größten mobilen App-Stores betreiben, als Gatekeeper zu viel Macht ausübten.

In seiner Argumentation gegen die neuen europäischen Gesetze gibt Apple an, dass Sideloading unsichere Apps auf die Geräte der Verbraucher bringen und die Privatsphäre untergraben könne.

Mit dem Ende 2020 erstmals vorgestellten Digitale-Märkte-Gesetz (engl.: Digital Market Act, DMA) will die EU-Kommission die Macht großer IT-Konzerne zerschlagen. Die Idee des DMA ist es dabei, Torwächter (Gatekeeper) zu definieren, die bestimmte ökonomische Voraussetzungen erfüllen müssen, um unter die Vorgaben des Gesetzes zu fallen.

Sollte Apple dazu gezwungen werden, alternative App Stores zuzulassen, würde dies bedeuten, dass iOS- und iPadOS-Nutzer in Europa auch Apps für ihr System verwenden dürften, die nicht von Apple geprüft und zugelassen wurden. Bloomberg hat die Informationen nach eigenen Angaben aus internen Quellen.

Keine Apple-Tax mehr?

Für Entwickler könnte dies bedeuten, dass Apple keine 30-prozentige Verkaufsprovision mehr einfordern kann, wenn sie ihre Apps über alternative App-Stores anbieten.

Das wäre für Apple eine große finanzielle Einbuße. Weltweit machte das Unternehmen mit Services, zu denen auch die App-Stores gehören, 78 Milliarden US-Dollar Umsatz im Geschäftsjahr 2022. Zu diesem Geschäftsbereich gehören aber nicht nur die App Stores, sondern auch Apple Music und Apple TV+.


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