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Kartellprozess gegen Google: Darum plant Apple keine eigene Suchmaschine

Nicht nur das finanzielle Risiko für den Betrieb einer eigenen Suchmaschine ist Apple zu groß. Es gibt noch andere Gründe.
/ Ingo Pakalski
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Apple nennt Gründe, die gegen eine eigene Suchmaschine sprechen. (Bild: Romain Doucelin/Reuters)
Apple nennt Gründe, die gegen eine eigene Suchmaschine sprechen. Bild: Romain Doucelin/Reuters

In absehbarer Zeit wird es keine Suchmaschine von Apple geben. Im Rahmen des Kartellrechtsprozesses gegen Google hat Apple ein Dokument vor Gericht eingereicht(öffnet im neuen Fenster), in dem das Unternehmen begründet, weshalb die Verträge mit Google zu voreingestellten Suchmaschinen aus Sicht von Apple so wichtig seien.

Dabei nennt Eddy Cue, Apples Senior Vice President of Services, auch, weshalb Apple ganz bewusst keine eigene Suchmaschine betreiben wolle. Apple würde "viele Jahre" brauchen und müsste "Milliarden von US-Dollar" investieren, um überhaupt in der Lage zu sein, eine eigene Suchmaschine für die eigenen Kunden anbieten zu können.

Zudem würden diese Investitionen an anderen Stellen fehlen und das würde auch für Mitarbeiter gelten. Apple wolle sich lieber auf "andere Wachstumsbereiche" konzentrieren. Aufgrund der Fortschritte bei künstlicher Intelligenz entwickele sich der Markt für Suchmaschinen besonders rasant, meint Cue.

Daher hat Apple keine eigene Suchmaschine

Auch aus diesem Grund sei es für Apple "wirtschaftlich riskant", eine eigene Suchmaschine zu entwickeln. Für den Betrieb einer "lebensfähigen" Suchmaschine müsste Apple gezielt Werbung verkaufen, was "kein Kerngeschäft" für das Unternehmen sei. Laut Cue würde Apple damit automatisch gegen die eigenen "langjährigen Datenschutzverpflichtungen" verstoßen.

Nach Apples eigener Einschätzung habe das Unternehmen nicht ausreichend "spezialisierte Fachkräfte" für den Aufbau und den Betrieb einer Suchmaschine. Zudem fehle die nötige technische Infrastruktur, die für den Betrieb einer solchen Suchmaschine erforderlich sei.

Apple will Zeugen laden dürfen

Im Sommer 2024 hat ein Gericht entschieden, dass die Vereinbarung zwischen Google und Apple illegal ist, wonach Google als Standardsuchmaschine in Safari festgelegt wird. Aus Sicht des Gerichts hat Google ein Monopol in diesem Markt.

Apple will eigene Zeugen befragen, um zu belegen, dass solche Vereinbarungen für Apple wichtig sind. Falls das Gericht derartige Vereinbarungen verbietet, würde es Apple unmöglich gemacht, "weiterhin Produkte zu liefern, die den Bedürfnissen seiner Nutzer am besten entsprechen", meint Cue und will das Gericht von der eigenen Position überzeugen.

Im April 2025 ist eine erneute Anhörung im Google-Kartellrechtsprozess geplant und ein weiteres Urteil wird im August 2025 erwartet, um über die Maßnahmen der Wettbewerbsverstöße zu entscheiden.


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