Kartellamt: Untersuchung gegen Amazon wegen Benachteiligung von Händlern

Amazon soll bestimmte Händler bei Markenprodukten vom Marketplace ausschließen - dabei geht es um Hersteller wie Apple.

Artikel veröffentlicht am ,
Kartellamt startet Untersuchungen gegen Amazon.
Kartellamt startet Untersuchungen gegen Amazon. (Bild: Mike Segar/Reuters)

Das Kartellamt hat ein weiteres Verfahren gegen Amazon eingeleitet, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet. "Wir möchten klären, ob und inwieweit Amazon mit Markenherstellern zu Lasten von Dritthändlern kooperiert", sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt der Zeitung. Dabei geht es auch um die Zusammenarbeit zwischen Amazon und Apple.

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Amazon erlaube es Markenherstellern, Dritthändler vom Verkauf ihrer Produkte im deutschen Amazon Marketplace auszuschließen. Das wird in der Branche als Brandgating-Vereinbarung bezeichnet. Das könne dazu führen, dass manche Marken nur von Amazon sowie dem Hersteller selbst auf der Amazon-Webseite verkauft werden dürfen. Allen übrigen Händlern wird ein Verkauf der entsprechenden Produkte untersagt. Nach Angaben von Mundt gebe es aber auch Fälle, in denen nur einige Händler ausgeschlossen werden.

Nach Ansicht des Kartellamts seien solche Brandgating-Vereinbarungen zum Schutz vor Produktpiraterie "grundsätzlich als berechtigt" anzuerkennen. Damit sie aber mit dem geltenden Kartellrecht vereinbar sind, müsste "das Gebot der Verhältnismäßigkeit" gewahrt werden. Es dürfe nicht "zu einer Ausschaltung des Wettbewerbs führen", sagte Mundt. Ob dies bei den Brandgating-Vereinbarungen von Amazon gilt, werde derzeit untersucht. Dabei gehe es auch darum zu prüfen, ob Amazon und Markenhersteller nicht auch andere Maßnahmen gegen Produktpiraterie ergriffen haben.

Amazon ist autorisierter Apple-Händler

Ein besonders bekanntes Beispiel ist hier die Kooperation mit Apple. Seit Anfang 2019 sei der Verkauf von Apple-Produkten auf dem deutschen Amazon Marketplace nur noch autorisierten Apple-Händlern erlaubt. Amazon selbst ist ein autorisierter Apple-Händler und werde dementsprechend mit Produkten beliefert.

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Amazon sagte dazu: "Wir kooperieren vollumfänglich mit den zuständigen deutschen Behörden." Vereinbarungen mit Händlern würden niemals ohne guten Grund verändert, heißt es. Amazon wolle der Kundschaft eine möglichst breite Produktauswahl bereitstellen.

Dabei werde alles getan, um ein "vertrauensvolles Einkaufserlebnis zu bewahren, indem wir unseren Store vor unrechtmäßigen Waren schützen". Nach Amazon-Angaben entfielen etwa 60 Prozent der auf Amazon verkauften Produkte auf Dritthändler. Für das Online-Kaufhaus sie es daher entscheidend, dass auch Verkaufspartner erfolgreich seien, dann sei auch Amazon erfolgreich.

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wupme 29. Okt 2020

Wie bei so vielen anderen Onlineshops auch. Ich brauch kein Prime, also mir persönlich...

unbuntu 29. Okt 2020

Naja es sind halt beide Parteien involviert, ohne den Markeninhaber kann Amazon sowas...

Puschie 29. Okt 2020

Hatte letztens mal wegen IPhone Ladekabel geschaut und es gibt hunderte Anbieter die...



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