Abo
  • Services:

Russische Kartellbehörde: Apple hat illegal Preise für iPhones festgesetzt

Apple hat mehrere Jahre Druck auf Händler ausgeübt, einen fixen Verkaufspreis für das iPhone zu verlangen. Zu diesem Ergebnis kommt die russische Kartellbehörde, sie will Apple dafür belangen. Die Strafzahlung soll in den kommenden Tagen verkündet werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Seit dem iPhone 5 soll Apple die Preise illegal festgesetzt haben.
Seit dem iPhone 5 soll Apple die Preise illegal festgesetzt haben. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)

Die russische Kartellbehörde sieht den Fall eindeutig: Apple habe in Russland über mehrere Jahre verbotene Preisvorgaben für iPhones gemacht und Händler unter Druck gesetzt. Die Händler durften den Preis nicht verändern und mussten sich an die Vorgaben von Apple halten. Apple hat mit Sanktionen gedroht, falls sie sich nicht daran hielten. Händler mussten damit rechnen, von der iPhone-Belieferung ausgeschlossen zu werden und die Smartphones somit nicht mehr anbieten zu können.

Gleicher Preis für iPhone 6S und iPhone 6S Plus

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Stuttgart
  2. CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main

Ausgelöst wurden die Ermittlungen, weil das iPhone 6S und das iPhone 6S Plus bei allen großen Elektronikmärkten und den Netzbetreibern in einem Zeitraum von drei Monaten zum gleichen Preis verkauft wurden. Bei Smartphones anderer Hersteller gibt es in so einem Zeitraum durchaus Preisschwankungen, die bei den Apple-Produkten nicht beobachtet wurden. Die russische Kartellbehörde hat seit August 2016 gegen Apple ermittelt.

In einer Stellungnahme des russischen Kartellamts heißt es, dass Apple gesetzeswidrig für alle iPhone-Modelle seit dem 5er-Modell den Preis festgesetzt und den Wettbewerb damit behindert habe. Eigentlich bedeutet eine empfohlene Preisangabe, dass der Händler den Verkaufspreis eigenständig festlegen kann. Dies war bei den iPhones wohl nicht der Fall. Wenn Apple bei einem Händler einen Preis entdeckte, der abseits des empfohlenen Verkaufspreises lag, wurde der Hersteller angeschrieben und eine Korrektur gefordert.

Höhe der Strafzahlung noch offen

Mit dem Verkauf des iPhone 7 soll Apple in Russland mit den Preisvorgaben aufgehört haben. Als das aktuelle Smartphone-Modell auf den Markt gekommen ist, liefen bereits die Ermittlungen der russischen Kartellbehörden. Nach Angaben der Kartellwächter habe Apple mit den Behörden kooperiert und die Preisvorgaben eingestellt. Noch hat das Kartellamt die Höhe der Strafzahlung nicht benannt, diese solle bis kommende Woche verkündet werden. Bis zu 15 Prozent der in Russland erzielten Umsätze mit iPhones könnten Apple als Strafzahlung drohen.

Apple kann die Entscheidung des Kartellamts anfechten, berichtet die Financial Times. Die Klagefrist endet drei Monate, nachdem Apple die endgültige Entscheidung erhalten hat, die bis Ende des Monats zugestellt werden soll. Ob der iPhone-Hersteller den Klageweg einschlagen wird, ist noch nicht bekannt. Mehrere US-Medien baten um eine Stellungnahme Apples, die aber ausgeblieben ist.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

Potrimpo 15. Mär 2017

Natürlich hat der Hersteller das Recht eine UVP (U steht für "Unverbindliche...

Berner Rösti 15. Mär 2017

Es gibt etliche Hersteller, die den ungezügelten Internet-Handel eindämmen wollen. Mir...

Mimifrie 15. Mär 2017

kwt

Berner Rösti 15. Mär 2017

Darauf kommen und beweisen können, sind leider zwei Paar Schuhe. In Deutschland hat das...


Folgen Sie uns
       


Smartes Feuerzeug Slighter angesehen (CES 2019)

Das smarte Feuerzeug Slighter gibt Rauchern nicht immer Feuer.

Smartes Feuerzeug Slighter angesehen (CES 2019) Video aufrufen
Eden ISS: Raumfahrt-Salat für Antarktis-Bewohner
Eden ISS
Raumfahrt-Salat für Antarktis-Bewohner

Wer in der Antarktis überwintert, träumt irgendwann von frischem Grün. Bei der Station Neumayer III hat das DLR vor einem Jahr ein Gewächshaus in einem Container aufgestellt, in dem ein Forscher Salat und Gemüse angebaut hat. Das Projekt war ein Test für künftige Raumfahrtmissionen. Der verlief erfolgreich, aber nicht reibungslos.
Ein Interview von Werner Pluta

  1. Eden ISS DLR will Gewächshaus-Container am Südpol aus Bremen steuern
  2. Eu-Cropis DLR züchtet Tomaten im Weltall
  3. NGT Cargo Der Güterzug der Zukunft fährt 400 km/h

WLAN-Tracking und Datenschutz: Ist das Tracken von Nutzern übers Smartphone legal?
WLAN-Tracking und Datenschutz
Ist das Tracken von Nutzern übers Smartphone legal?

Unternehmen tracken das Verhalten von Nutzern nicht nur beim Surfen im Internet, sondern per WLAN auch im echten Leben: im Supermarkt, im Hotel - und selbst auf der Straße. Ob sie das dürfen, ist juristisch mehr als fraglich.
Eine Analyse von Harald Büring

  1. Gefahr für Werbenetzwerke Wie legal ist das Tracking von Online-Nutzern?
  2. Landtagswahlen in Bayern und Hessen Tracker im Wahl-O-Mat der bpb-Medienpartner
  3. Tracking Facebook wechselt zu First-Party-Cookie

Schwer ausnutzbar: Die ungefixten Sicherheitslücken
Schwer ausnutzbar
Die ungefixten Sicherheitslücken

Sicherheitslücken wie Spectre, Rowhammer und Heist lassen sich kaum vollständig beheben, ohne gravierende Performance-Einbußen zu akzeptieren. Daher bleiben sie ungefixt. Trotzdem werden sie bisher kaum ausgenutzt.
Von Hanno Böck

  1. Sicherheitslücken Bauarbeitern die Maschinen weghacken
  2. Kilswitch und Apass US-Soldaten nutzten Apps mit fatalen Sicherheitslücken
  3. Sicherheitslücke Kundendaten von IPC-Computer kopiert

    •  /