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Karsten Wildberger: Digitalminister warnt vor dramatischen Jobverlusten durch KI

Ganze Branchen würden durch KI verändert – es gebe aber auch Wachstumspotenzial, sagt Karsten Wildberger .
/ Tobias Költzsch , dpa
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Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (Bild: Andreas Rentz/Getty Images)
Bundesdigitalminister Karsten Wildberger Bild: Andreas Rentz/Getty Images

Deutschland muss sich nach Ansicht von Digitalminister Karsten Wildberger auf dramatische Jobverluste aufgrund des Vormarschs von künstlicher Intelligenz einstellen. "Die Zeit, in der die Industrie eine Jobmaschine war, geht zu Ende" , sagte Wildberger der Neuen Osnabrücker Zeitung(öffnet im neuen Fenster) am 21. März 2026.

"Mein Appell geht daher an alle Gruppierungen; an Arbeitgeber, Gewerkschaften und aus der Zivilgesellschaft: Wir müssen uns zusammenraufen und die Zukunft neu gestalten." Durch KI entstünden auch neue Arbeitsplätze, dies gelte es zu nutzen, sagte der CDU-Politiker.

"Die schlimmste aller Antworten wäre es, zu sagen: Wir lehnen KI ab. Aufhalten können wir das nämlich nicht. Wir können und müssen alles tun, um auch als Gesellschaft von der KI zu profitieren." Menschen, die wegen künstlicher Intelligenz ihre Jobs verlieren, bräuchten eine andere sinnvolle Betätigung.

Wildberger: KI kann Wachstum deutlich vorantreiben

"Wenn wir in Deutschland die KI-Technologie führend anwenden, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie zu deutlich überproportionalem Wachstum führt, sehr hoch" , sagte Wildberger. "Das wäre eine Grundvoraussetzung, um diesen Wandel überhaupt gestalten zu können. Denn wir brauchen deutlich höhere Steuereinnahmen, damit wir mit dem Geld den Jobmarkt umbauen können."

Ein bedingungsloses Grundeinkommen könne Teil einer Lösung sein, um die Umwälzungen am Arbeitsmarkt aufzufangen, so der Minister. "Wir Menschen brauchen eine sinnstiftende Tätigkeit. Kaum jemand kann doch nur zu Hause sitzen und Videos schauen, ohne verrückt zu werden."

Ökonomen haben in der Vergangenheit bereits mehrfach vor Jobverlusten durch KI gewarnt . Informatikabsolventen haben schon aktuell Schwierigkeiten, Jobs als Junior-Programmierer zu finden, da diese Arbeit oft von KI ausgeführt wird. Es kommt aber auch zu Entlassungen wegen hoher Investitionen in KI-Projekte, etwa bei Oracle und Meta . Die Investitionen sollen durch Personaleinsparungen gegenfinanziert werden.


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