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Karstadt und Kaufhof: Galeria erneuert seinen Onlineshop

Bisher konnten im Onlineshop Paketsendungen nicht zusammengefasst und Warenbestände von der Belegschaft nicht überall eingesehen werden. Das soll sich nun ändern.
/ Achim Sawall
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Neues Design online und offline (Bild: Galeria)
Neues Design online und offline Bild: Galeria

Der Warenhauskonzern Galeria hat in der Nacht zu Montag seinen modernisierten Onlineshop für die früheren Marken Karstadt und Kaufhof gestartet. "Es ist kein Geheimnis, dass wir, was unser Onlinegeschäft angeht, nicht nur etwas, sondern ganz gewaltig aufholen müssen" , erklärte Konzernchef Miguel Müllenbach in einem Brief an alle Beschäftigten, der der Westdeutsche Allgemeinen Zeitung (WAZ) vorliegt(öffnet im neuen Fenster) . Der neue Onlineshop sei ein Baustein der neuen Onlinestrategie.

Nun habe "endlich in jeder Filiale" jeder Mitarbeiter den Zugriff auf das gesamte Galeria-Sortiment. Der Shop zeige zudem Echtzeit-Bestände, eine neue Produktdarstellung, laufe auf jedem Endgerät und werde "morgen in maximal möglicher Geschwindigkeit" funktionieren.

Der Konzernchef kündigte zudem an, 30 Millionen Euro in ein Logistikzentrum in Unna zu investieren. Dort soll "eine eigene, automatisierte Einheit für die optimale Belieferung unserer Online-Kunden" entstehen. Kunden sollen dadurch "sehr viel schneller ihre Ware nach Hause bekommen und endlich alles in einer Sendung."

Man arbeite an 18 strategischen Projekten in allen Unternehmensbereichen, "die nicht alle gleichermaßen sofort sichtbar sind. Aber sie werden uns dennoch alle erheblich weiter voranbringen" , sagte Müllenbach. Die Warenhauskette hatte zweimal Staatshilfe in Anspruch genommen, Anfang des Jahres 220 Millionen Euro.

Laut internen Dokumente wurden im vergangenen Geschäftsjahr bis zum 30. September ein Umsatz von 2,1 Milliarden Euro und ein Verlust von 622 Millionen Euro erwirtschaftet, berichtet das Manager Magazin(öffnet im neuen Fenster) .

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die Warenhauskette laut den Informationen einen Verlust im unteren bis mittleren dreistelligen Millionenbereich.


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