Karma: Gescheiterter Autohersteller Fisker startet neu

Der gescheiterte US-Hybridauto-Hersteller Fisker, der von einem chinesischen Konglomerat aufgekauft wurde, soll bald wieder Autos bauen. Der Eigentümer will in China eine Fabrik errichten, die bis zu 50.000 Autos jährlich auf Basis des Fisker Karma und des Fisker Atlantic ausliefern soll.

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Der Fisker Karma - eine Sportlimousine mit Pluginhybrid
Der Fisker Karma - eine Sportlimousine mit Pluginhybrid (Bild: Fisker)

Der Eigentümer von Karma Automotive, wie der ehemalige US-Hersteller Fisker jetzt heißt, hat mit der Plattform des Fahrzeugs Großes vor.

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Die Wanxiang Group des chinesischen Milliardärs Lu Guanqiu will einem Bericht von Autonews zufolge im chinesischen Hangzhou eine Autofabrik bauen. Das geht aus Anträgen hervor, die das Unternehmen für eine Umweltverträglichkeitsprüfung einreichen muss. Demnach sollen 375 Millionen US-Dollar in die Fabrik investiert werden, die bis zu 50.000 Fahrzeuge jährlich bauen kann.

Wanxiang kaufte das bankrotte Unternehmen Fisker Automotive, das nach wie vor seinen Sitz in den USA hat. Der neue Eigentümer will neue Versionen des Karma und Atlantic mit größerer Reichweite bauen. Von den maximal 50.000 Fahrzeugen sollen 39.000 Stück jährlich auf das zweitürige Modell Atlantic entfallen.

Fisker Automotive hat den Fisker Karma entwickelt, eine viertürige Sportlimousine mit Plugin-Hybridantrieb. Das rund 100.000 US-Dollar teure Auto fand jedoch nur wenig Absatz. Zudem hatte Fisker mehrfach Probleme mit dem Akku: Im März 2012 fiel bei einem Test der Zeitschrift Consumer Reports der Akku aus, worauf Fisker die Akkus bei schon ausgelieferten Autos austauschte. Nach der Insolvenz von Akkuhersteller A123 Ende 2012 musste die Produktion des Karmas eingestellt werden. Auch A123 wurde von der Wanxiang-Group aufgekauft. Insgesamt hat Fisker nicht einmal 2.000 der Hybridautos verkauft.

  • Fisker Karma: Sportlimousine mit Plug-in-Hybridantrieb (Foto: Fisker Automotive)
  • 80 km ohne Benzin (Foto: Fisker Automotive)
  • Für den täglichen Gebrauch kann das Auto elektrisch betrieben werden. (Foto: Fisker Automotive)
  • Ein Verbrennungsmotor sorgt für mehr Reichweite. (Foto: Fisker Automotive)
  • Der Motor treibt einen Generator an und vergrößert den Aktionsradius deutlich. (Foto: Fisker Automotive)
  • Blick ins Innere (Foto: Fisker Automotive)
  • Solarzellen auf dem Dach helfen, die Akkus zu laden. (Foto: Fisker Automotive)
Fisker Karma: Sportlimousine mit Plug-in-Hybridantrieb (Foto: Fisker Automotive)
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Das Auto wurde von zwei Elektromotoren mit je 150 kW angetrieben. Als Range Extender kommt ein Verbrennungsmotor hinzu, der eine Leistung von 260 PS (194 kW) hat. Er trieb einen Generator an und erzeugte so Strom für die Elektromotoren. Im rein elektrischen Betrieb lag die Reichweite bei etwa 80 Kilometern. Durch den Range Extender kamen noch einmal etwa 400 Kilometer hinzu.

Im rein elektrischen Betrieb beschleunigte der Karma in 7,9 Sekunden von 0 auf 60 Meilen pro Stunde. Die Höchstgeschwindigkeit betrug 153 km/h. Wurden alle drei Motoren zusammengeschaltet, verkürzte sich die Beschleunigung von 0 auf 60 Meilen um 2 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit lag dann bei 200 km/h.

Das zweites Modell, der Fisker Atlantic, das der neue Eigentümer jetzt vornehmlich bauen will, wurde ursprünglich im April 2012 vorgestellt. Es wurde nie produziert.

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