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Karlsdorf-Neuthard: Telekom überbaut Glasfaser der Gemeinde mit Vectoring

Die Telekom wollte in einer Gemeinde keine Glasfaser ausbauen. Als Karlsdorf-Neuthard selbst ein Netz verlegte, wurde mit Vectoring überbaut. Die Gemeinde musste aufhören.

Artikel veröffentlicht am ,
Baustellen durch Überbauen von Glasfaser
Baustellen durch Überbauen von Glasfaser (Bild: Freie Wähler Karlsdorf-Neuthard)

Zuerst lehnte die Deutsche Telekom den Ausbau in der baden-württembergischen Gemeinde Karlsdorf-Neuthard als "nicht planbar" ab. Als daraufhin der Bau eines gemeindeeigenen Glasfasernetzes begonnen wurde, riss die Telekom die Straße wieder auf und verlegte ihre eigenen Rohre. Das berichtet ZDFinfo unter Berufung auf Bürgermeister Sven Weigt (CDU) in einer Dokumentation, die am 25. Mai 2019 um 20:15 Uhr gesendet wird. Der Netzausbau der Gemeinde musste gestoppt werden.

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Im Oktober 2018 kündigte die Telekom an, rund 4.100 Haushalte in Karlsdorf-Neuthard mit einfachem Vectoring zu versorgen. "Die Telekom hat dafür rund zehn Kilometer Glasfaser verlegt. Außerdem hat sie 16 Verteiler neu aufgestellt oder mit moderner Technik aufgerüstet", erklärte der Konzern.

Der Landkreis - und mit ihm mehr als 20 Gemeinden - hatte beschlossen, den Breitbandausbau selbst zu übernehmen, berichten die Freien Wähler. Die Breitbandgesellschaft des Landkreises (BLK) hatte angefangen, ein Backbone-Glasfasernetz aufzubauen. Auf den Gemeindestraßen sollten die Gemeinden den Ausbau übernehmen. Das innerörtliche Glasfasernetz sollte die Gemeinde 10 bis 12 Millionen Euro kosten. Ein Telekom-Sprecher betonte, dass es sich technisch nicht um Überbau handele. "Das ist hier nicht der Fall. Aktuelles Vectoring setzt voraus, dass Glasfaser bis zum Verteilerkasten gelegt ist. Wir modernisieren unser Netz und bauen Glasfaser aus."

Wo die Telekom den Glasfaserausbau verzögert

Golem.de veröffentlichte im September 2018 einige Namen aus einer internen Liste von Städten und Gemeinden, in denen die Telekom kommunale Projekte überbaute.

Dass es auch anders geht, zeigt die sächsische Gemeinde Amtsberg, die mit Fördergeldern ein Glasfasernetz in Eigenregie aufbaut. Inzwischen sind die ersten Amtsberger Bürger und Unternehmen im schnellen Netz. Der mit Landes- und Bundesmitteln geförderte Breitbandausbau der Gemeinde Amtsberg reichte aber nur bis zu einem Abschlusspunkt im Gebäude - dem Gf-AP (Glasfaserabschlusspunkt). Durch den Netzbetreiber Eins Energie der Sachsen GmbH wurden zusätzlich Glasfaser-Teilnehmeranschlussdosen (Gf-TA) installiert. Das Interesse ist riesig: Fast 97 Prozent aller Einwohner der Gemeinde wollen einen schnelleren Zugang zum Internet, was die Kosten erhöhte.

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AgentBignose 02. Jun 2019

Allerdings, so ist es! Aber, egal ob heise oder golem, der hohe Anteil an T-Systems...

spezi 27. Mai 2019

Ich bin nicht sicher, ob sie ihre bestehendes Netz aktuell einfach so still legen darf...

Faksimile 26. Mai 2019

Modem => Routing device => Switch => PC Das kann schon mal richtig teuer werden.

Faksimile 26. Mai 2019

Auto = Anwendung; Strasse = Netz.

Faksimile 26. Mai 2019

Grundlegend ja. Wenn auch nicht mit dieser Begründung.


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