Abo
  • IT-Karriere:

Karlsdorf-Neuthard: Telekom beim Vectoring-Ausbau von Gemeinde behindert

Die Deutsche Telekom sieht sich von der Gemeinde Karlsdorf-Neuthard aktiv im Vectoring-Ausbau benachteiligt. Von einem nachträglichen Überbau der kommunalen Glasfaser könne keine Rede sein.

Artikel veröffentlicht am ,
Netzausbau der Telekom in Rostock
Netzausbau der Telekom in Rostock (Bild: Deutsche Telekom/Screebshot: Golem.de)

Die Deutsche Telekom verteidigt sich gegen die Kritik, in der Gemeinde Karlsdorf-Neuthard den Glasfaserausbau verhindert zu haben. Bürgermeister Sven Weigt (CDU) habe wichtige Informationen zurückgehalten, erklärte das Unternehmen. Golem.de liegt die ausführliche Antwort des Konzerns an ZDFinfo vor, das über den Vorgang berichtet hatte, aus der wir zitieren.

Stellenmarkt
  1. über experteer GmbH, München, Erfurt
  2. Stadt Nürtingen, Nürtingen

So habe die Telekom bereits am 7. April 2014 den Verantwortlichen im Landkreis Karlsruhe mitgeteilt, dass keine verbindliche Zusage zum Ausbau gemacht werden könne, dass sie einen Ausbau aber nicht ausschließe. Einige Monate später habe die Telekom "ihre Ausbauabsichten für den Zeitraum der nächsten drei Jahre vorgelegt. Diese war so detailliert, dass sie eine standortkonkrete Liste mit exakten Daten der Standorte der Kabelverzweiger beinhaltete. Mit berücksichtigt und genannt war ein Ausbau in Karlsdorf-Neuthard."

Die Telekom treffe ihre Ausbauentscheidungen unabhängig und anhand von wirtschaftlichen Kriterien, heißt es in der Stellungnahme. Ein Bezug zum Glasfaserausbau der Kommune sei nicht gegeben, weder inhaltlich noch zeitlich, da die Pläne festgestanden hätten, bevor die Gemeinde Karlsdorf-Neuthard eigene Ausbaupläne gehabt habe. "Die Gemeinde Karlsdorf-Neuthard hat ihre Entscheidung für einen Glasfaserausbau getroffen, obwohl ihr die Ausbauabsichten der Telekom im Detail bekannt waren", erklärte der Konzern.

Doppelrolle der Gemeinde als Ausbauer und Genehmigungsbehörde

Im Mai 2016 habe das Unternehmen die erforderlichen Anträge bei der Gemeinde Karlsdorf-Neuthard als zuständige Genehmigungsstelle eingereicht. Für die Genehmigungen habe sich die Gemeinde mit knapp 18 Monaten unverhältnismäßig viel Zeit gelassen. Nach langwierigen Gesprächen und Schriftwechseln sei der Telekom erst am 22. September 2017 eine Genehmigung erteilt worden. Darüber hinaus habe die Kommune mehrfach und ohne erkennbaren Anlass Baustellen der Telekom einstellen lassen.

Koordinierungsangebote habe die Gemeinde stets abgelehnt. Die Telekom sieht einen erheblichen Interessenskonflikt durch die Doppelrolle der Gemeinde als Genehmigungsbehörde und als Konkurrent mit eigenen Ausbauinteressen.

Bürgermeister Weigt hatte auf ZDFinfo berichtet, die Telekom habe den Ausbau in der baden-württembergischen Gemeinde Karlsdorf-Neuthard als "nicht planbar" abgelehnt. Als daraufhin der Bau eines gemeindeeigenen Glasfasernetzes begonnen worden sei, habe die Telekom die Straße wieder aufgerissen und ihre eigenen Rohre verlegt. Der Netzausbau der Gemeinde habe daraufhin gestoppt werden müssen.

Auch wenn der konkrete Fall nur schwer zu beurteilen ist: Golem.de veröffentlichte im September 2018 einige Namen aus einer internen Liste von Städten und Gemeinden, in denen die Telekom in weit über 100 Fällen kommunale Projekte überbaute.



Anzeige
Hardware-Angebote

Faksimile 27. Mai 2019

Aber nicht, wenn sie eine Markterkundung durchführen. Dann werden die "üblichen...

Faksimile 27. Mai 2019

Wenn in 10 Jahren dann der Bedarf da ist, dauert es weitere 10 Jahre bis er erfüllt...

Paule 26. Mai 2019

Das ist gedacht für die paar Handvoll Leute, denen das bei ihnen mögliche VDSL/Vectoring...

Faksimile 26. Mai 2019

Weder diese, noch andere. Da sind sie alle lernbefreit.

PoisonousPhoenix 26. Mai 2019

Seit wann betreibt die Telekom denn bitte eigene Tiefbaufirmen?


Folgen Sie uns
       


iOS 13 ausprobiert

Apple hat iOS 13 offiziell vorgestellt. Die neue Version des mobilen Betriebssystems bringt unter anderem den Dark Mode sowie zahlreiche Verbesserungen einzelner Apps.

iOS 13 ausprobiert Video aufrufen
Ryzen 7 3800X im Test: Der schluckt zu viel
Ryzen 7 3800X im Test
"Der schluckt zu viel"

Minimal mehr Takt, vor allem aber ein höheres Power-Budget für gestiegene Frequenzen unter Last: Das war unsere Vorstellung vor dem Test des Ryzen 7 3800X. Doch die Achtkern-CPU überrascht negativ, weil AMD es beim günstigeren 3700X bereits ziemlich gut meinte.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Agesa 1003abba Microcode-Update taktet Ryzen 3000 um 50 MHz höher
  2. Agesa 1003abb Viele ältere Platinen erhalten aktuelles UEFI für Ryzen 3000
  3. Ryzen 5 3400G und Ryzen 3 3200G im Test Picasso passt

Verkehrssicherheit: Die Lehren aus dem tödlichen SUV-Unfall
Verkehrssicherheit
Die Lehren aus dem tödlichen SUV-Unfall

Soll man tonnenschwere SUV aus den Innenstädten verbannen? Oder sollten technische Systeme schärfer in die Fahrzeugsteuerung eingreifen? Nach einem Unfall mit vier Toten in Berlin mangelt es nicht an radikalen Vorschlägen.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Torc Robotics Daimler-Tochter testet selbstfahrende Lkw
  2. Edag Citybot Wandelbares Auto mit Rucksackmodulen gegen Verkehrsprobleme
  3. Tusimple UPS testet automatisiert fahrende Lkw

Programmiersprache: Java 13 bringt mehrzeilige Strings mit Textblöcken
Programmiersprache
Java 13 bringt mehrzeilige Strings mit Textblöcken

Die Sprache Java steht im Ruf, eher umständlich zu sein. Die Entwickler versuchen aber, viel daran zu ändern. Mit der nun verfügbaren Version Java 13 gibt es etwa Textblöcke, mit denen sich endlich angenehm und ohne unnötige Umstände mehrzeilige Strings definieren lassen.
Von Nicolai Parlog

  1. Java Offenes Enterprise-Java Jakarta EE 8 erschienen
  2. Microsoft SQL-Server 2019 bringt kostenlosen Java-Support
  3. Paketmanagement Java-Dependencies über unsichere HTTP-Downloads

    •  /