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Keine MPEG, keine Codecs

Chiariglione schreibt zu seinen eigenen Ausführungen: "Selbst wenn sich die Industrie dazu entschließen sollte, sich zusammenzuschließen und das Geschäftsmodell der MPEG zu vereinheitlichen, ist zu erwarten, dass die nächste Bedrohung vor der Tür steht. Die MPEG kann aber nicht überleben, wenn sie von einer Krise in die nächste Krise übergeht".

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Zunächst stellt Chiariglione aber fest, dass er persönlich nicht besorgt sei angesichts solcher Überlegungen - obwohl er die MPEG knapp 30 Jahre geleitet hat. Er scheint sich sogar mit einem möglichen Ende der MPEG abgefunden zu haben: "Wenn die MPEG jetzt zu Ende geht, wäre das schade, aber wenn das die Entscheidung der Beteiligten ist - die Industrievertreter in der MPEG - sei es so".

Besorgt zeigt sich der MPEG-Gründer jedoch darüber, dass mit dem Ende der MPEG die breite Industrie weniger Zugang zu Innovationen bekommen könnte. Auch werde ein möglicher Erfolg der Aomedia den "technischen Fortschritt reduzieren oder gar zu einem Stillstand bringen".

Die Argumente hierfür stützen sich jedoch sehr auf das bisherige Lizenzmodell, das Chiariglione ja selbst als eigentlich gescheitert beschreibt. "Es wird einfach keinen Anreiz für ein Unternehmen geben, neue Videokompressionstechnologien zu entwickeln, wohl wissend, dass Assets glücklicherweise - und nichts weiter - von der Aomedia für den Einsatz in ihrem Videocodec akzeptiert werden".

Das habe zur Folge, vermutet Chiariglione, dass Unternehmen ihre Investitionen in Video-Kompressionstechnologien "zusammenstreichen", was wiederum Tausende von Arbeitsplätzen kosten werde und dass "Millionen von US-Dollar für die Finanzierung von Universitäten gekürzt werden".

Dass dies aber alles aber wirklich so geschieht, erscheint angesichts der IT-Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte und der Forschungslandschaft sehr unwahrscheinlich.

 Kaputtes Lizenzmodell: MPEG-Gründer sieht Videocodecs in GefahrOpen Source rettet den Codec 
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