Kapitalmarkttag: Telekom stellt Funktürme und Auslandstochter zum Verkauf

Die Holländer und Funktürme kommen ins Schaufenster, sagte Höttges. Die Telekom muss Schulden reduzieren.

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Telekom-Chef Tim Höttges beim Kapitalmarkttag 2021
Telekom-Chef Tim Höttges beim Kapitalmarkttag 2021 (Bild: Deutsche Telekom/Screenshot: Golem.de)

Deutsche-Telekom-Chef Tim Höttges hat am 20. Mai 2021 beim Kapitalmarkttag des Konzerns angekündigt, den Verkauf der Funkturmsparte und von T-Mobile Netherlands zu betreiben. "Wir werden die Holländer und Funktürme ins Schaufenster stellen", erklärte Höttges.

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Man überlege, ob die Minderheit oder Mehrheit verkauft werde. "Wir müssen das nicht halten. Wir werden strategisch evaluieren, wie wir mit Tower und Holland umgehen", machte Höttges deutlich. "Was nicht funktioniert, wird verkauft. Clean the garage" sei das Motto, wie in Rumänien oder Albanien bereits gezeigt worden sei.

Derzeit hat das Unternehmen Schulden in Höhe von knapp 130 Milliarden Euro - eine Zahl, die Höttges nicht in den Mund nimmt. Die Außenstände sind durch die Übernahme von Sprint, die Integration und neue 5G-Frequenzen in den USA stark angestiegen.

Es geht laut Höttges darum, "die Schulden wieder zu reduzieren". Bei dem Verkauf solle es nur um die passive Infrastruktur gehen, nicht um die Sendeanlagen, erklärte Finanzchef Christian Illek.

Berliner Fernsehturm zu verkaufen?

Die Telekom hat ihre Funktürme bereits in dem Tochterunternehmen Deutsche Funkturm zusammengefasst. Das Tower Business umfasst 32.500 Standorte von kleineren Anlagen (Small Cells) bis hin zum Berliner Fernsehturm am Alexanderplatz.

Telekom und die spanische Cellnex Telecom legten im Januar 2021 ihre niederländischen Mobilfunk-Infrastrukturfirmen zusammen und nannten das gemeinsame Unternehmen Cellnex Netherlands. Die Telekom und die schwedische Tele2 legten im Dezember 2017 ihre Netze im niederländischen Mobilfunkmarkt zusammen. Daran hielt die Telekom 75 Prozent und Tele2 25 Prozent.

Tolle Technik-Deals und viele weitere Schnäppchen

Das Ziel war für die Telekom ein Zugang zum Festnetz von Tele2 und zu den Mobilfunk-Frequenzen von Tele2 im 800 MHz- und 2.600 Mhz-Bereich, um besser mit VodafoneZiggo konkurrieren zu können.

Die schwedische Tele2 übernahm zudem im Januar 2018 den TV-Kabelnetzbetreiber Com Hem, der mit 2,75 Milliarden Euro bewertet wurde. Im Juli 2020 gab die Telekom-Tochter T-Mobile Netherlands 400 Millionen Euro für 5G-Frequenzen aus.

Zudem sei das Management fest entschlossen, die Beteiligung an T-Mobile US auf eine Mehrheit aufzustocken, betonte Höttges. "Ja, wir wollen uns die Mehrheit an T-Mobile sichern." Die Kaufoptionen für weitere Anteile laufen bis Juni 2024. Derzeit besitzt der Konzern 43 Prozent an T-Mobile US. "Wir wollen auf 51 Prozent kommen", sagte Höttges.

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dirk1405 21. Mai 2021 / Themenstart

Schulden sagen nur noch eins über ein Unternehmen aus. Und zwar ob es weiß wie man...

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