Kanada: Gericht versteht US-Vorwürfe gegen Huawei-Finanzchefin nicht

Seit fast zwei Jahren verhandelt in Vancouver eine kanadische Richterin über die Auslieferung von Huawei-Finanzchefin Sabrina Meng. Doch sie versteht die Anklage nicht.

Artikel veröffentlicht am ,
Meng Wanzhou verlässt ihr Zuhause in Vancouver auf dem Weg zum Obersten Gerichtshof von British Columbia.
Meng Wanzhou verlässt ihr Zuhause in Vancouver auf dem Weg zum Obersten Gerichtshof von British Columbia. (Bild: DON MACKINNON/AFP via Getty Images)

Heather Holmes, Richterin am Obersten Gerichtshof der kanadischen Provinz British Columbia, hat in einer Anhörung in dieser Woche erklärt, dass sie die Betrugsvorwürfe der US-Regierung gegen Huaweis Finanzchefin und Tochter des Firmengründers Sabrina Meng (Meng Wanzhou) nicht wirklich verstehe. Das berichtet die kanadische Tageszeitung The Globe and the Mail. "Ich hatte große Schwierigkeiten, das zu verstehen", zitiert der Bericht die ehemalige Staatsanwältin, die auf Wirtschaftskriminalität spezialisiert ist.

Inhalt:
  1. Kanada: Gericht versteht US-Vorwürfe gegen Huawei-Finanzchefin nicht
  2. Schwache Begründung ist kein Auslieferungshindernis

Die US-Justizbehörden werfen Meng vor, die britische Bank HSBC betrogen zu haben, indem sie Huaweis Verhältnis zu der iranischen Tochterfirma Skycom bei einer Powerpoint-Präsentation in einem Coffeeshop in Hongkong im Jahr 2013 falsch dargestellt habe.

Skycom soll gegen US-Sanktionen im Iran verstoßen haben. Die US-Regierung behält sich vor, auch Banken zu bestrafen, wenn diese Firmen finanzieren, die gegen Iran-Sanktionen verstoßen. Die Bank habe sich einem Risiko ausgesetzt, als sie Huawei und Skycom bei Dollar-Finanztransaktionen unterstützte.

Irreführende Darstellung oder nicht?

Die US-Justiz argumentiert, dass HSBC das Risiko der Geschäftsbeziehungen zu Huawei nicht habe einschätzen können, da Meng fälschlicherweise behauptet habe, Skycom sei keine Tochterfirma von Huawei, sondern lediglich ein externer Geschäftspartner.

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Der Vertreter der kanadischen Kronanwaltschaft muss das Auslieferungsbegehren der US-Regierung vor Gericht in Vancouver vertreten.

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Schwache Begründung ist kein Auslieferungshindernis 
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Bluejanis 19. Aug 2021 / Themenstart

Mit Einschränkungen: - 5% Hürde verfälscht Wahlen durch strategisches Wählen...

berritorre 16. Aug 2021 / Themenstart

Gut, in einer Powerpoint-Präsentation sowas zu verschweigen ist meiner Meinung nach...

gelöscht 16. Aug 2021 / Themenstart

Das ist in dieser Allgemeinheit ausgedrückt falsch.

Sharra 14. Aug 2021 / Themenstart

Es bringt aber mehr kanadische Leute festzusetzen, um Kanada unter Druck zu setzen. Die...

Sharra 14. Aug 2021 / Themenstart

Ob wir heute besser wären... müsste man drauf ankommen lassen. Aber die Geschichte zeigt...

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