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Kampfjet-Projekt: Frankreichs Präsident hält FCAS nicht für gescheitert

Nach Spannungen und gescheiterten Mediationsversuchen glaubt Emmanuel Macron noch an das Kampfjet-Projekt.
/ Tobias Költzsch
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Ein Modell des geplanten FCAS-Jets (Bild: JULIEN DE ROSA/AFP via Getty Images)
Ein Modell des geplanten FCAS-Jets Bild: JULIEN DE ROSA/AFP via Getty Images

Der französische Präsident Emmanuel Macron hält das gemeinsame Kampfjet-Project FCAS (Future Combat Air System) von Frankreich, Deutschland und Spanien nicht für gescheitert. Auf eine entsprechende Frage antwortete Macron in der zyprischen Hauptstadt Nikosia mit: "Nein, überhaupt nicht", wie der Spiegel berichtet(öffnet im neuen Fenster).

Macron habe mit Bundeskanzler Friedrich Merz über FCAS beraten. Die Verteidigungsministerien seien beauftragt worden, das Projekt in den kommenden Wochen unter verschiedenen Aspekten neu zu bewerten. Merz bestätigte, dass er sich mit Macron zum Thema ausgetauscht habe, nannte aber keine Details.

Das FCAS-Projekt steht aufgrund eines Streits zwischen dem Unternehmen Dassault auf der französischen und Airbus auf der deutschen und spanischen Seite seit einiger Zeit in der Diskussion. Dassault beansprucht mittlerweile 80 Prozent der Arbeitsleistung, entgegen der ursprünglichen Vereinbarung von 51 Prozent.

Vorstellungen zum Flugzeug gehen auseinander

Außerdem gehen die Vorstellungen über die Ausstattung des Kampfflugzeug auseinander. Die französische Seite möchte etwa, dass damit auch nukleare Sprengköpfe transportiert werden können. Zudem soll der FCAS-Jet auf Flugzeugträgern landen können.

Erst vor ein paar Wochen ernannten Deutschland und Frankreich Mediatoren, die das Projekt retten sollten. Diese Bemühungen scheiterten Mitte April 2026. Nun ist fraglich, wie es mit FCAS weitergehen wird.

Wie der Spiegel berichtet, soll die französische Seite ein Ende immer wieder herauszögern, während die Bundesregierung auf eine baldige Entscheidung drängt. Bei einem Aus von FCAS müssten sich die beteiligten Nationen eventuell für ein neues Kampfflugzeug-Projekt entscheiden. Denkbar ist etwa die Teilnahme am britisch-japanisch-italienischen GCAP-Programm.


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