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Kampfflugzeug: Neun Jahre umsonst - was kommt nach dem FCAS-Aus?

Macron und Merz haben das deutsch-französische Kampfjetprojekt beendet. Es bleiben drei Wege – und keiner ist billig oder bequem.
/ Andreas Donath
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FCAS-Kampfjet (Rendering) (Bild: Airbus)
FCAS-Kampfjet (Rendering) Bild: Airbus
Inhalt
  1. Kampfflugzeug: Neun Jahre umsonst - was kommt nach dem FCAS-Aus?
  2. Option 1: Das britisch-japanisch-italienische Programm GCAP
  3. Option 2: Eine nordische Allianz mit Saab und Schweden
  4. Option 3: Der nationale Alleingang – Deutschland und Spanien führen
  5. Fazit: Entscheiden, bevor die Ingenieure weg sind

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron haben sich darauf verständigt, dass Airbus und Dassault beim Bau eines gemeinsamen Kampfflugzeugs nicht mehr zusammenfinden werden. Neun Jahre nach dem feierlichen Start des Future Combat Air System (FCAS) auf der Pariser Luftfahrtmesse Le Bourget ist das Vorhaben am Ende.

Zwei Industriekolosse, zwei nationale Eitelkeiten und zwei unvereinbare Militärdoktrinen sind offenbar eine Kombination, die kein Projektmanagement der Welt handhaben kann.

Geplante Aufteilung störte die Partner

Das Zerwürfnis hatte Gründe. Dassault beanspruchte entgegen den ursprünglichen Vereinbarungen(öffnet im neuen Fenster) einen größeren Anteil am New Generation Fighter, dem bemannten Kern des Programms. Airbus Defence wäre nur ein Platz am Katzentisch geblieben.

Eine Vermittlung scheiterte im April 2026, danach war das Verhältnis nicht mehr zu kitten. Hinzu kam, was Merz bereits im Februar öffentlich formulierte: Frankreich brauche ein träger- und atomwaffenfähiges Flugzeug für seine Nuklearabschreckung, Deutschland einen Hochleistungsjet zur Luftraumverteidigung.

Was bleibt: Der System-of-Systems-Anteil, also die Combat Cloud und die unbemannten Begleitdrohnen, soll als gemeinsames deutsch-französisches Projekt weiterlaufen. Beim Ministerrat Mitte Juli 2026 sollen beide Verteidigungsministerien einen Arbeitsplan vorlegen.

Für den CDU-Abgeordneten Volker Mayer-Lay ist die Entscheidung ein klares Signal: Jetzt könnten ernsthafte Gespräche über Alternativen aufgenommen werden.

Für Deutschland läuft die Zeit. Mit dem Ende von FCAS fallen im Herbst 2026 auch die Finanzierungen für die Vorarbeiten bei Airbus Defence und dem Triebwerkshersteller MTU weg. Ohne Anschlussauftrag verschwinden Hunderte hochqualifizierte Ingenieure vom Markt. Drei Wege bleiben.


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