Fazit: Entscheiden, bevor die Ingenieure weg sind
Keine der drei Optionen ist bequem. GCAP ist das reifste Programm, aber Deutschland käme als nachrangiger Partner mit begrenztem Workshare – eine Wiederholung der FCAS-Erfahrung ist nicht ausgeschlossen. Die Saab-Option ist industriepolitisch die logischste: Die Verflechtungen bestehen bereits, und Schweden sucht einen echten Partner, keinen Auftraggeber. Der Alleingang birgt das maximale Risiko bei maximalem Souveränitätsgewinn.
Am wahrscheinlichsten ist ein Stufenmodell: eine Saab-Kooperation als Kern, Spanien als weitgehend sicherer Partner, mit möglicherweise Belgien und Polen als Interessenten, sobald ein Konzept steht. Parallel muss Deutschland massiv in KI-Drohnen investieren, die in vier bis fünf Jahren einsatzbereit sein könnten. Die entscheidende Frage ist nicht, welche Option die bessere ist.
Die Frage ist, ob die Bundesregierung schnell genug entscheidet, bevor im Herbst die letzten FCAS-finanzierten Ingenieure in andere Projekte abwandern.
Die neue Luftfahrtstrategie der Bundesregierung(öffnet im neuen Fenster) sieht Deutschland als führende Nation in der militärischen Luftfahrtforschung. Das ist ein Bekenntnis. Was fehlt, ist ein Datum.
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