Option 2: Eine nordische Allianz mit Saab und Schweden
Saab hat seit dem Nato-Beitritt Schwedens Deutschland systematisch als Zielmarkt erschlossen(öffnet im neuen Fenster). Der schwedische Rüstungskonzern ist längst kein Exot mehr in der deutschen Sicherheitslandschaft. Das Lenkflugkörpersystem Taurus entstand im Joint Venture mit MBDA, das elektronische Kampfführungssystem Arexis rüstet den deutschen Eurofighter EK aus, und in Nürnberg betreibt Saab ein Kompetenzzentrum für elektronische Kriegsführung, in dem auch das Münchener KI-Unternehmen Helsing seit September 2025 aktiv ist.
Saab-Chef Micael Johansson bot Deutschland im Dezember 2025 eine Kampfjet-Kooperation an(öffnet im neuen Fenster) – mit der Bedingung eines klaren politischen Mandats und schwedischer Souveränität im Flugzeugbau. Ein Demonstratorerstflug sei für 2027 geplant, ein vollwertiges Kampfflugzeug hätte Anfang der 2040er Jahre Einsatzreife.
Die industrielle Nähe zwischen Gripen und Eurofighter: Beide Plattformen entstammen europäischen Konzeptstudien der frühen 1980er Jahre. Gespräche zwischen Airbus Defence und Saab laufen seit Monaten(öffnet im neuen Fenster).
Die KI-Kooperation zwischen Saab und Helsing gibt einen Vorgeschmack auf die technologische Stoßrichtung. Im Mai und Juni 2025(öffnet im neuen Fenster) steuerte der Helsing-KI-Agent Centaur eine echte Gripen E in Kampfsimulationen – beim dritten Flug trat die KI in einer Luftkampfsimulation gegen eine bemannte Gripen D an.
Es war laut Saab das erste öffentlich bestätigte Mal, dass ein KI-System einen einsatzfähigen Kampfjet in einem solchen Szenario steuerte. Das passt zur deutschen Vorstellung eines Kampfjets der sechsten Generation, der KI-gestützte Drohnenschwärme koordiniert, statt jeden Einsatz mit einem Piloten an Bord zu fliegen.
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