Kampfflugzeug: F/A-XX-Stealth-Jäger mit bescheidener Reichweitensteigerung

Die US-Marine hat bekanntgegeben, dass ihre kommenden F/A-XX-Stealth-Jäger der sechsten Generation eine nur um 25 Prozent höhere Reichweite als die derzeitigen trägergestützten Flugzeuge haben werden, wie The War Zone berichtet(öffnet im neuen Fenster) .
Konteradmiral Michael Donnelly, Leiter der Abteilung für Luftkriegsführung im Büro des Chief of Naval Operations, teilte diese Informationen während der Ausstellung Sea Air Space 2025 der Navy League mit, heißt es in dem Bericht.
Die US-Marine hatte zuvor wiederholt die Erweiterung der Reichweite von Trägerkampfgruppen als entscheidend wichtig(öffnet im neuen Fenster) benannt. Aktuelle F-35C-Kampfflugzeuge operieren mit einem geschätzten Kampfradius von etwa 670 Seemeilen (1.200 km). Wenn die geplante F/A-XX eine um 25 Prozent höhere Reichweite hat, dann käme sie 1.550 km weit (837,5 Seemeilen), bevor ein Auftanken erforderlich wäre.
Gegner könnte weitreichende Flugabwehrraketen einsetzen
Die US-Luftwaffe veröffentlichte Anfang 2025 einen Bericht, in dem vor gegnerischen Flugabwehrraketen mit einer Reichweite von bis zu 1.000 Meilen(öffnet im neuen Fenster) bis zum Jahr 2050 gewarnt wird. Das würde bedeuten, dass die eigenen Stealth-Flugzeuge eine hohe Reichweite aufweisen müssen, um im generischen Luftraum agieren zu können.
Das Auftanken während des Fluges ist kein Problem und seit Jahrzehnten erprobt. Insofern wäre die Reichweite nicht so wichtig, doch bei der geplanten F/A-XX handelt es sich um ein Stealth-Flugzeug. Die Betankungsflugzeuge haben keine Stealth-Eigenschaften. Es bringt nichts, wenn die geplante F/A-XX ihre Stealth-Eigenschaften nicht nutzen kann, weil sie unterwegs von deutlich sichtbaren Flugzeugen aufgetankt werden muss.
Tankdrohnen mit Stealth-Eigenschaften geplant
Die neuen Kampfflugzeuge werden deshalb auf das kommende MQ-25 Stingray-Tankerdrohnenprogramm(öffnet im neuen Fenster) angewiesen sein, um die Einsatzreichweite durch Luftbetankungsfähigkeiten zu erweitern. Diese Stealth-Tankdrohnen stehen aber bisher nicht zur Verfügung.
Der Wettbewerb für das F/A-XX-Programm scheint sich auf Boeing und Northrop Grumman zu konzentrieren, wobei dem Bericht nach mittlerweile klar ist, dass Lockheed Martin nicht mehr in Betracht gezogen wird.
Die Marine stellt sich vor, dass die F/A-XX als bemanntes Leitflugzeug für Drohneneinsätze aus der Luft fungiert. In den 2040er Jahren will die US-Marine Trägerflugzeugstaffeln aufstellen, die zu mindestens 60 Prozent unbemannt sind.



