Abo
  • Services:

Kampf um Netzneutralität: Pink Floyd und REM gegen Comcast und Co.

In den USA tritt der Kampf um die Netzneutralität in die entscheidende Phase. Sowohl bekannte Musiker als auch Kabelnetzbetreiber üben öffentlichen Druck auf die Regulierungsbehörde aus.

Artikel veröffentlicht am ,
Reddit-Gründer Alexis Ohanian sammelt Geld für eine Plakatkampagne zur Netzneutralität.
Reddit-Gründer Alexis Ohanian sammelt Geld für eine Plakatkampagne zur Netzneutralität. (Bild: Alexis Ohanian)

Im Streit um die Zukunft der Netzneutralität in den USA haben sich prominente Musiker und Bands an die Regulierungsbehörde FCC gewandt. In einem offenen Brief an FCC-Präsident Tom Wheeler setzen sich die Künstler vehement für ein offenes Internet ein, das sie durch die Pläne für eine Art Überholspur im Netz gefährdet sehen. "Unter diesen Regeln wären Telekom-Giganten wie AT&T, Comcast und Verizon in der Lage, Gewinner und Verlierer im Netz zu bestimmen und Online-Inhalte und -Anwendungen zu diskriminieren", heißt es in dem Schreiben, das unter anderem Roger Waters (Pink Floyd), Michael Stipe (REM), Eddie Vedder (Pearl Jam), Joe Perry (Aerosmith) sowie Tom Morello (früher Rage Against the Machine) und der Filmemacher Oliver Stone unterzeichnet haben.

Stellenmarkt
  1. Rheinische Post Mediengruppe, Düsseldorf
  2. Stadtwerke München GmbH, München

Die Musiker befürchten, dass die FCC mit ihren Plänen die Netzneutralität eher beerdigt als schützt und den Weg für eine ungezügelte Diskriminierung im Netz freimacht. "Die Bedeutung des offenen Internet für die Kreativwirtschaft kann gar nicht überschätzt werden", heißt es in dem Brief. Werde den Breitbandanbietern erlaubt, diese Plattform zu kontrollieren, schwänden die Möglichkeiten von individuellen Künstlern. Zudem bedeute dies einen Eingriff in die Meinungsfreiheit.

Netzbetreiber warnen vor Neueinstufung

Die angegriffenen Kabelnetzbetreiber blieben in der Debatte ebenfalls nicht untätig und wandten sich in einem vierseitigen Brief an die FCC-Kommission. Darin warnen die Chefs von 28 Netzbetreibern vor allem davor, die Breitbanddienste rechtlich den Telekommunikationsdienstleistern gleichzusetzen. Wäre dies der Fall, könnte die FCC die Unternehmen stärker regulieren. Jüngsten Medienberichten zufolge will FCC-Präsident Wheeler eine entsprechende Debatte anstoßen.

Nach Ansicht der Netzbetreiber würde eine solche Neueinstufung hohe Kosten verursachen und der Regierung die detaillierte Einmischung in alle Aspekte der Internetwirtschaft erlauben. Bislang fallen die Breitbandanbieter unter die Informationsdienste, für die nicht die regulatorischen Vorschriften der Telefonunternehmen gelten, die zu den "öffentlichen Verkehrsträgern" (common carrier) zählen. Aus diesem Grund hatte ein Gericht Mitte Januar 2014 die bisherigen Regelungen zur Netzneutralität in mehreren Punkten für ungültig erklärt. Die FCC habe sich nicht an ihre eigenen Vorgaben gehalten, indem sie die Netzprovider genauso stark wie Telefonprovider reguliert habe, hatten die Richter moniert.

Die Behörde will am 15. Mai ihre Pläne für eine Neuregulierung der Netzneutralität präsentieren. Diese sahen ursprünglich vor, dass die Breitbandbetreiber mit Inhaltebietern eine Art Überholspur im Netz vereinbaren können. Aufgrund starker Proteste schwächte die FCC ihre Pläne bereits ab, ohne ihr Konzept generell aufzugeben.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. ab 399€
  2. und Assassins Creed Odyssey, Strange Brigade und Star Control Origins kostenlos dazu erhalten
  3. 899€

FreiGeistler 20. Mai 2014

Das ist als würde man Briefträger beauftragen, bestimmte Zeitungen bevorzugt auszutragen.

hattonis 15. Mai 2014

Roger Waters hat auf eigene Veranlassung im Jahre 1985 die Band "Pink Floyd" als Mitglied...


Folgen Sie uns
       


Monster Hunter World vs Generations Ultimate Gameplay

Gameplay von den Spielen Monster Hunter World und Monster Hunter Generations Ultimate, das im Splittscreen verglichen wird.

Monster Hunter World vs Generations Ultimate Gameplay Video aufrufen
Athlon 200GE im Test: Celeron und Pentium abgehängt
Athlon 200GE im Test
Celeron und Pentium abgehängt

Mit dem Athlon 200GE belebt AMD den alten CPU-Markennamen wieder: Der Chip gefällt durch seine Zen-Kerne und die integrierte Vega-Grafikeinheit, die Intel-Konkurrenz hat dem derzeit preislich wenig entgegenzusetzen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. AMD Threadripper erhalten dynamischen NUMA-Modus
  2. HP Elitedesk 705 Workstation Edition Minitower mit AMD-CPU startet bei 680 Euro
  3. Ryzen 5 2600H und Ryzen 7 2800H 45-Watt-CPUs mit Vega-Grafik für Laptops sind da

Galaxy A9 im Hands on: Samsung bietet vier
Galaxy A9 im Hands on
Samsung bietet vier

Samsung erhöht die Anzahl der Kameras bei seinen Smartphones weiter: Das Galaxy A9 hat derer vier, zudem ist auch die restliche Ausstattung nicht schlecht. Aus verkaufspsychologischer Sicht könnte die Einstufung in die A-Mittelklasse bei einem Preis von 600 Euro ein Problem sein.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Auftragsfertiger Samsung startet 7LPP-Herstellung mit EUV
  2. Galaxy A9 Samsung stellt Smartphone mit vier Hauptkameras vor
  3. Galaxy J4+ und J6+ Samsung stellt neue Smartphones im Einsteigerbereich vor

Neuer Echo Dot im Test: Amazon kann doch gute Mini-Lautsprecher bauen
Neuer Echo Dot im Test
Amazon kann doch gute Mini-Lautsprecher bauen

Echo Dot steht bisher für muffigen, schlechten Klang. Mit dem neuen Modell zeigt Amazon, dass es doch gute smarte Mini-Lautsprecher mit dem Alexa-Sprachassistenten bauen kann, die sogar gegen die Konkurrenz von Google ankommen.
Ein Test von Ingo Pakalski


      •  /