Kampf um Köpfe: OpenAI zahlt höchste Start-up-Gehälter der Tech-Geschichte

In der KI-Branche herrscht ein gnadenloser Wettkampf um die profiliertesten Entwickler. Insbesondere Meta und OpenAI überbieten sich mit teils absurd hohen Gehaltspaketen. Wie in der US-Tech-Branche üblich, wird ein großer Teil davon in Form von Aktienoptionen ausgezahlt. OpenAI, praktisch noch immer ein Start-up, ist hier laut einem Vergleich des Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) (WSJ) deutlich spendabler, als jedes andere Tech-Start-up je zuvor vor dem Börsengang.
Dieser könnte bei OpenAI 2026 anstehen , weshalb sich das WSJ die Zahlen angesehen hat. Anhand von Projektionen und Details zu den Aktienoptionen, die OpenAI Investoren bereitstellte, kommt das WSJ auf einen Mittelwert von 1,5 Millionen US-Dollar, die jeder der rund 4.000 Angestellten von OpenAI 2025 in Form von Optionen erhielt. In der Praxis dürfte die Spanne zwischen Top-Entwicklern und regulären Angestellten jedoch immens sein.
Googles Angestellte erhielten inflationsbereinigt im Jahr vor dem Börsengang weniger als ein Sechstel des Betrags. Das Unternehmen liegt damit auf Platz zwei vor Palantir. Der Wert der Aktienoptionen beträgt mit 46,2 Prozent fast die Hälfte von OpenAIs für 2025 angestrebten Umsatz von 13 Milliarden US-Dollar(öffnet im neuen Fenster) .
Umfang von Aktienpaketen soll weiter steigen
Auch hier übertrifft OpenAI laut WSJ wieder alle anderen Start-ups – mit Ausnahme von Rivian, das im Jahr vor seinem Börsengang keinen Umsatz generierte. Palantir landet in diesem Vergleich auf Platz zwei und gab vor dem Börsengang 32,6 Prozent des Umsatzes an Aktienoptionen aus; bei Google waren es 14,6 Prozent.
Die immensen Gehaltspakete sind somit ein Grund für OpenAIs hohe Betriebskosten. Und sie sollen weiter steigen: Bis 2030 plant das Unternehmen – das zeigen die vorliegenden Daten laut WSJ – jährlich 3 Milliarden US-Dollar mehr an Aktienoptionen an seine Angestellten auszugeben. Und auch für Investoren sind die großzügigen Aktienpakete ein Problem – ihre Anteile verlieren durch die Ausgabe neuer Aktien an Wert.