Kamerazugriff: Wie Apples Vision Pro die Privatsphäre der User schützt
Apple hat weitere Details zum Kamerazugriff des Apple Vision Pro bekanntgegeben. Auf dem MR-Headset installierte Apps können auf zwei verschiedene Kamerasysteme zugreifen: Die nach außen gerichteten Kameras, die den Usern ein Bild von ihrer Umgebung geben, und die nach innen gerichteten Kameras, die für Augentracking und das Erstellen virtueller Avatare genutzt werden.
Apple hat hier Sicherheitsmechanismen eingebaut, die einen unbefugten Zugriff auf das Kamerasignal verhindern sollen. Wollen Apps auf die nach außen gerichteten Kameras zugreifen, dann gibt das Headset lediglich ein schwarzes Bild mit einem entsprechenden Warnsymbol zurück. Apps, die einen Zugriff auf Kameras erfordern, funktionieren so also auf dem Vision Pro. Die daraus gezogenen Daten geben aber keine weitere Auskunft über die Nutzer. Das ist für den Privatsphärenschutz sehr wichtig.
Die nach innen gerichteten Kameras geben nur ein Signal zurück, wenn auf dem Gerät eine virtuelle Persona gespeichert ist. Das Vision Pro nutzt diese 3D-Avatare anstelle des richtigen Kamerabildes etwa für Videotelefonie und -konferenzen. Es ist nicht möglich, Konferenzen abzuhalten, wenn das Headset von außen auf die sprechende Person gerichtet wird.
User können selbst Bilder aufnehmen
Laut dem Blog Uploadvr(öffnet im neuen Fenster) , der den WWDC-Entwicklertalk zum Thema besuchte, sollen Apps die äußeren Kameras zumindest nutzen können, um allgemeine Informationen zur Umgebung zu erhalten. Das Vision Pro erkennt dabei diverse Objekte und gibt diese samt Position im Raum an eine Applikation zurück. Allerdings wird das echte Kamerabild nicht übermittelt. Ähnlich verhalten sich etwa auch die Meta Quest Pro und das Bytedance Pico 4.

Es wird auf dem Vision Pro zudem möglich sein, Kamerabilder in 3D aufzunehmen. Allerdings können das nur die User selbst mit der in VisionOS vorinstallierten Aufnahme-App durchführen. Das Headset hat sogar einen dedizierten Aufnahmeknopf verbaut. Die Kameraaufnahmen wurden als wichtiges Feature des 3.500 US-Dollar teuren Headsets genannt.
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