Kameras und Fernseher: Ein 120-Zoll-TV mit 8K reicht Sharp nicht

Dass 8K bisher nur am Rande relevant ist, stört Sharp nicht. Im Gegenteil: das Unternehmen entwickelt eine gesamte Strategie um die hohe Auflösung. es soll Workstations im Stile des Surface Studio, Kameras und 120-Zoll-Fernseher geben. Das Sortiment: Protoypen und Attrappen.

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Sharp stellt auf der Ifa 2019 seinen 120-Zoll-Fernseher aus.
Sharp stellt auf der Ifa 2019 seinen 120-Zoll-Fernseher aus. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Dem japanischen Konzern Sharp wäre es aber wohl am liebsten, wenn es bereits 2021 wäre. Auf seinem Stand zeigt das Unternehmen nämlich seine Vision von 8K. In naher Zukunft wird es eine 8K-Kamera, eine 8K-Workstation und einen riesigen 8K-Fernseher geben. Außerdem ist eine Schnittsoftware in Arbeit, die sich speziell für hochauflösende Inhalte eignen soll. Von der Bildaufnahme zur Bildwiedergabe: Sharp will sein Logo auf alle Ebenen der 8K-Videoproduktion setzen. In drei Jahren 8K erscheint uns sehr optimistisch: Bisher ist davon nämlich noch nicht all zuviel zu sehen.

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Was trotzdem bereits technisch möglich ist, zeigt der Hersteller mit einem funktionierenden 8K-Fernseher mit einer Diagonale von 120 Zoll. Daneben sehen normalgroße Menschen fast schon winzig aus. Interessant: selbst aus etwa 30 cm Entfernung ist das Pixelgitter kaum auszumachen. Allerdings hat das noch immer den Nachteil, dass wir gleich vier HDMI-Anschlüsse an den TV hängen müssen. Dabei sollte die Zukunft doch eher das Gegenteil zeigen.

Attrappen und Konzepte

Auch besteht ein Teil der kommenden 8K-Produkte noch aus Pappmaschee und Kunststoff. So ist etwa ein kommendes Dynabook-Gerät, das für 2021 geplant ist, noch eine Attrappe. Neben dem Ausstellungsstück läuft ein Film, der das System erklärt. Das Konzept sieht ein 32-Zoll großes Touchpanel an einem Schwenkgelenk vor - das Surface Studio lässt grüßen. Im Jahr 2021 soll allerdings erst einmal ein 8K-Monitor mit einem Desktop-Computer auf der Rückseite auf den Markt kommen. Sharps Tochter Dynabook ist optimistisch und will das schon früher realisieren. Wir werden sehen.

Der Bildschirm der zweiten Generation soll ebenfalls in 8K auflösen und in der Lage sein, 8K-Materialien zu verarbeiten. Wie genau Sharp das realisieren will, wurde noch nicht verraten. Viel Arbeitsspeicher, ein schneller Prozessor und eine möglichst leistungsstarke GPU sollten aber Pflicht sein - genauso wie eine möglichst schnelle SSD für akzeptable Arbeitsleistung. Das dürfte bei einem so kompakten Formfaktor keine Leichtigkeit sein.

Prototyp der 8K-Systemkamera für 5.000 US-Dollar

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Ein funktionierendes Modell der kommenden Sharp-Systemkamera mit 8K-Auflösung und 10 Bit Farbtiefe gibt es schon. Einen Namen hat sie aber noch nicht. Immerhin ist bekannt: Das Produkt soll weniger als 5.000 US-Dollar kosten. Den Prototypenstatus sehen wir der Kamera allerdings noch an. Beispielsweise ist das Display für die Suchervorschau noch ein klares Muster, das sichtbar flackert. Einen Touchscreen für den manuellen Fokus hat es allerdings bereits.

Trotz einiger interessanter Ideen sind wir noch skeptisch, ob eine solch hohe Auflösung in zwei Jahren schon Relevanz bekommen wird. Derzeit sind noch nicht einmal HDMI-2.1-Geräte verbreitet, was sharps eigener 8K-TV bestätigt. Dabei wurde das bereits auf der letzten Ifa angekündigt. Der Standard würde dabei helfen, ein großes Problem von 8K-Fernsehern zu mindern, denn nur wenige Menschen möchten vier Kabel parallel von der Wand hängen lassen. Derzeit lässt sich das nicht vermeiden.

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