Abo
  • Services:

Kamera der Apollo-11-Mission: Neil Armstrongs Souvenirs von der Mondreise

Ein paar Souvenirs hat sich Neil Armstrong 1969 vom Mond mitgebracht - darunter die Filmkamera, die seinen Ausstieg aus der Mondlandefähre festgehalten hat. Sie wird erstmals in einem US-Museum gezeigt.

Artikel veröffentlicht am ,
Neil Armstrong (nach einem Mondspaziergang): einigen Krempel vom Mond mitgebracht
Neil Armstrong (nach einem Mondspaziergang): einigen Krempel vom Mond mitgebracht (Bild: Nasa)

Eine kleine Tasche für einen Menschen: Der US-Astronaut Neil Armstrong hat von seiner Reise zum Mond einige Erinnerungsstücke behalten. Carol Armstrong fand sie kurz nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 2012. Das erste wird im Smithsonian's National Air and Space Museum in der US-Hauptstadt Washington ausgestellt.

Stellenmarkt
  1. JOB AG Industrial Service GmbH, Baunatal
  2. GK Software SE, Berlin, Köln

Armstrongs Witwe hatte den unscheinbaren weißen Beutel in einem Schrank gefunden. Temporary Stowage Bag, Tasche zum temporären Verstauen (TSB), heißt der Beutel offiziell. Der Spitzname lautet McDivitt Purse - nach dem Apollo-9-Astronauten Jim McDivitt, der eine Tasche wollte, in der er Kleinteile verstauen konnte, damit diese nicht in der Kapsel herumflögen, und Purse, Handtasche, weil der TSB ähnlich wie eine Damenhandtasche oben verschlossen wird.

Sicherungsleine für den Ausstieg

In seinem TSB hatte Armstrong 17 Gegenstände verstaut, die er vom Mond auf die Erde zurückgeschmuggelt hatte. Sie hätten eigentlich in der Mondfähre Eagle zurückbleiben sollen. Darunter waren mehrere kleine Lampen aus der Eagle, eine Sicherungsleine für den Ausstieg aus der Kapsel, Bänder zum Befestigen des Helms, eine Art Periskop und der Deckel für das Abfallsystem der Mondfähre.

Das wichtigste Souvenir von der Apollo-11-Mission dürfte eine Filmkamera mit einem 10-Millimeter-Objektiv sein. Damit hatten Armstrong und Buzz Aldrin viele der bekannten Mondaufnahmen auf 16-Millimeter-Film festgehalten. Darunter waren Anflug und Landung der Eagle im Mare Tranquillitatis sowie Armstrongs Ausstieg aus der Mondfähre und sein "kleiner Schritt für einen Menschen".

Armstrong nahm Krimskrams mit

Armstrong erzählte Michael Collins, dem dritten Besatzungsmitglied, das in der Kommandokapsel Columbia geblieben war, sogar von der Tasche. Sie enthalte "einigen Krempel, den wir mitnehmen wollen", wie ein paar Teile von der Landefähre und anderen Krimskrams.

Carol Armstrong informierte Allan Needell, den für das Apollo-Programm zuständigen Kurator des National Air and Space Museums, im Juni 2013 per E-Mail von ihrem Fund. Angehängt an die E-Mail war ein Foto mit den Objekten und der Tasche sowie einem Maßband für den Größenvergleich. "Ich muss wohl nicht sagen, dass es für den Kurator aus einer Sammlung von Raumfahrt-Artefakten, schwer ist, sich etwas Spannenderes vorzustellen", schreibt Needell im Blog des Museums.

Die Kamera wird ausgestellt

Es habe eine längere Zeit gedauert, den Fund zu dokumentieren. Deshalb habe das Museum erst jetzt die Öffentlichkeit über den Fund informiert, teilte das Museum kürzlich mit. Das erste Fundstück, die Kamera, wird bereits im Rahmen einer Sonderausstellung gezeigt.

Es ist nicht unüblich, dass Astronauten kleine Souvenirs von ihren Reisen mitbringen. Die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (Nasa) war davon nicht sehr begeistert. So verklagte sie etwa 2011 den Astronauten Edgar Mitchell. Das Mitglied der Apollo-14-Besatzung hatte 1971 eine Hasselblad-Kamera vom Mond mitgebracht und wollte diese versteigern. Inzwischen gibt es aber ein Gesetz, das die extraterrestrischen Erinnerungsstücke erlaubt.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. bei Alternate.de
  2. und Vive Pro vorbestellbar
  3. 229,90€ + 5,99€ Versand

sskora 10. Feb 2015

Habt ihr Informationen zu diesem Gesetzt, was genau es erlaubt? Meine dürfte ja ein...

wp (Golem.de) 10. Feb 2015

Danke für den Hinweis. Ich kannte purse nur als BE für Geldbörse. Ist korrigiert. wp...

wp (Golem.de) 10. Feb 2015

Danke für den Hinweis. Ist korrigiert. wp (Golem.de)

Hotohori 10. Feb 2015

Schöne Steilvorlage hier mal auf ein interessantes Projekt aufmerksam zu machen, gibt...


Folgen Sie uns
       


PC Building Simulator - Test

Der PC Building Simulator stellt sich im Test als langweiliges Spiel, aber gutes Product Placement heraus - inklusive falscher Informationen und Grafikfehlern.

PC Building Simulator - Test Video aufrufen
Indiegames-Rundschau: Mutige Mäuse und tapfere Trabbis
Indiegames-Rundschau
Mutige Mäuse und tapfere Trabbis

Grafikwucht beim ganz großen Maus-Abenteuer oder lieber Simulationstiefe beim Mischen des Treibstoffs für den Trabbi? Wieder haben Fans von Indiegames die Qual der Wahl - wir stellen die interessantesten Neuheiten vor.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Zwischen Fake News und Mountainbiken
  2. Indiegames-Rundschau Tiefseemonster, Cyberpunks und ein Kelte
  3. Indiegames-Rundschau Krawall mit Knetmännchen und ein Mann im Fass

God of War im Test: Der Super Nanny
God of War im Test
Der Super Nanny

Ein Kriegsgott als Erziehungsberechtigter: Das neue God of War macht nahezu alles anders als seine Vorgänger. Neben Action bietet das nur für die Playstation 4 erhältliche Spiel eine wunderbar erzählte Handlung um Kratos und seinen Sohn Atreus.
Von Peter Steinlechner

  1. God of War Papa Kratos kämpft ab April 2018

Physik: Maserlicht aus Diamant
Physik
Maserlicht aus Diamant

Ein Stickstoff-Fehlstellen-basierter Maser liefert kontinuierliche und kohärente Mikrowellenstrahlung bei Raumtemperatur. Eine mögliche Anwendung ist die Kommunikation mit Satelliten.
Von Dirk Eidemüller

  1. Colorfab 3D-gedruckte Objekte erhalten neue Farbgestaltung
  2. Umwelt China baut 100-Meter-Turm für die Luftreinigung
  3. Crayfis Smartphones sollen kosmische Strahlung erfassen

    •  /