KaiOS: Mozilla hilft Firefox-OS-Fork auf die Sprünge

Vom gescheiterten Produkt zum Startup - und jetzt auch wieder Unterstützung vom Initiator: Mozilla steigt bei der Firefox-OS-Weiterführung KaiOS ein und hilft bei der Gecko-Engine.

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KaiOS und Mozila beginnen eine Partnerschaft.
KaiOS und Mozila beginnen eine Partnerschaft. (Bild: KaiOS)

Die Macher des Mobilbetriebssystems KaiOS haben die Browserhersteller von Mozilla als Partner gewinnen können, wie das Startup mitteilt. KaiOS basiert auf dem von Mozilla als gescheitert betrachteten Firefox OS, das seit 2016 nicht mehr weiterentwickelt wird. Im Gegensatz dazu erfreut sich KaiOS jedoch großer Beliebtheit. Mozilla soll nun dabei helfen, die genutzte Rendering-Engine Gecko auf KaiOS zu erweitern und auf einen aktuellen Stand zu bringen. Hierzulande ist KaiOS wohl vor allem bekannt als System der Neuauflage von Nokias Klapptelefonen.

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Gecko dient als Grundlage für den Firefox-Browser und ist eben auch eines der Hauptbestandteile für KaiOS. Mit der Partnerschaft sollen vor allem Leistung und Sicherheit der Engine in dem Betriebssystem verbessert werden. Die Entwickler des Startups versprechen sich außerdem bessere Entwicklerwerkzeuge.

Mit der Erweiterung von Gecko soll KaiOS aber auch eine Vielzahl von Neuerungen erhalten. Dazu gehören etwa Progressive Web Apps, wodurch KaiOS native Apps umgehen und seinen Nutzern mehr Apps bereitstellen kann. Hinzu kommen sollen weitere Webtechniken wie Webassembly für schnellere Apps, TLS 1.3 für eine erhöhte Sicherheit und leichte Beschleunigung, WebGL 2.0 sowie WebP und AV1 als Bild- und Video-Codecs. Verbessert werden sollen auch CSS-Funktionen und asynchrones Javascript.

Firefox bietet all die genannten Funktionen bereits seit langem, so dass davon auszugehen ist, dass KaiOS Schwierigkeiten damit hat, die Gecko-Engine in seinem System selbst zu pflegen und zu aktualisieren. Mozilla erscheint dabei als einzig sinnvoller Partner in diesem Unterfangen.

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Letztlich will KaiOS auch erreichen, dass sein Betriebssystem stabiler auf Geräten läuft und damit die Zertifizierung durch Mobilfunkbetreiber oder OEMs vereinfacht wird. Ziel ist es offenbar, noch mehr Geräte zu verteilen. Die Entwickler von KaiOS haben in verschiedenen Finanzierungsrunden bereits mehrere Millionen US-Dollar für ihr Startup eingesammelt.

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