• IT-Karriere:
  • Services:

Kailh-Box-Switches im Test: Besser und lauter geht ein klickender Switch kaum

Wer klickende Tastatur-Switches mag, wird die dunkelblauen Kailh-Box-Schalter lieben: Eine eingebaute Stahlfeder sorgt für zwei satte Klicks pro Anschlag. Im Test merken unsere Finger aber schnell den hohen taktilen Widerstand.

Ein Test von veröffentlicht am
Kaihuas Kailh Box Thick Clicks in navy-blau (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Klickende Tastaturschalter sind so eine Sache: Die einen lieben sie, die anderen (häufig Kollegen im selben Büro) hassen sie. Jeder Anschlag wird mit einem freundlichen Klick auf ungefähr halbem Hubweg bestätigt, was gleichzeitig den Moment kennzeichnet, an dem der Schalter auslöst. Das ist zwar lauter als bei gewöhnlichen Switches, kann aber helfen, den Schalter nicht ganz durchzudrücken - was Ermüdung vorbeugt.

Inhalt:
  1. Kailh-Box-Switches im Test: Besser und lauter geht ein klickender Switch kaum
  2. Hoher taktiler Widerstand
  3. Verfügbarkeit und Fazit

Der Klassiker unter den Clicky-Switches sind Cherrys MX-Blue-Schalter; deren weitaus bessere Version sind Kaihuas Kailh-KS-Switches. Der chinesische Hersteller hat zusammen mit dem Onlinehändler Novelkeys auch einen eher ungewöhnlichen Klickschalter im Portfolio. Der Kailh Box Thick Clicks in der Farbe navy - der Einfachheit halber fortan Kailh Box Navy genannt, erzeugt die Taktilität und den Klick durch eine separate Stahlfeder, die nur diese Funktion hat; der eigentliche Auslösevorgang erfolgt wie bei Cherry-Schaltern weiterhin über zwei weitere metallische Kontakte.

Unsere Finger haben etwas zu tun

Wir haben die Schalter in eine Hexgears GK715 eingebaut, eine chinesische Gaming-Tastatur, in der Switches eingesteckt, aber nicht verlötet werden müssen (hot swap). Im Test zeichnen sich die Box-Navy-Schalter durch eine tolle Ansprache und gute Präzision aus, der taktile Widerstand hat es aber in sich: Selbst für IBM-Model-M-Nutzer wie den Autoren dieses Textes sind die Kailh-Switches eine Herausforderung.

Das Gehäuse des Box-Navy-Schalter sieht auf den ersten Blick aus wie ein Standard-MX-Schalter von Cherry, das Innenleben ist aber etwas komplexer. Grundsätzlich ist das Funktionsprinzip identisch zu Cherrys Switches: Auf einer Feder sitzt ein Stempel, der beim Herunterdrücken zwei metallische Kontakte zusammendrückt; dadurch wir das entsprechende Zeichen ausgelöst. Bei den Kaihua-Switches sind - anders als bei denen von Cherry - die Metallkontakte allerdings durch eine Kunststoffkappe verschlossen. Das verhindert, dass Schmutz an die Kontakte kommt, was nicht nur bei Cherry-Schaltern häufig zu unangenehmem Kratzen führt.

  • Der Kailh Box Thick Clicks von Kaihua auseinandergenommen: Die Kontakte sind durch einen Deckel geschützt; die hier ausgebaute Feder ist nur für das Klickgeräusch und den Widerstand zuständig. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Gehäuse des Schalters sieht wie das eines MX-Switches aus. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Box-Schalter in der Mitte hat einen wesentlich prägnanteren Klick als Kaihuas Kailh-KS-Schalter rechts. Cherrys MX Blue klingt im Vergleich zum Box-Schalter kaum noch nach Klickschalter. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die in unserer Testtastatur verbauten Box-Schalter (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Der Kailh Box Thick Clicks von Kaihua auseinandergenommen: Die Kontakte sind durch einen Deckel geschützt; die hier ausgebaute Feder ist nur für das Klickgeräusch und den Widerstand zuständig. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Stellenmarkt
  1. M-net Telekommunikations GmbH, München
  2. CAREL Deutschland GmbH, Gelnhausen

Das Klicken sowie die Taktilität wird bei den Box-Navy-Switches nicht durch das Zusammenspiel zwischen der Kontaktfeder und dem Kunststoffstempel erzeugt, sondern durch eine eingebaute Stahlfeder. Diese ist verglichen mit anderen klickenden Kailh-Switches gleicher Bauart besonders dick. 0,2 mm klingt nicht nach besonders viel, erzeugt Kaihua zufolge aber einen maximalen taktilen Widerstand von 95 Gramm (+- 15 Gramm). Der Input Club hat bei seinen Untersuchungen einen taktilen Widerstand von bis zu 77 Gramm gemessen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Hoher taktiler Widerstand 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Anzeige
Mobile-Angebote
  1. 206,10€ (mit Rabattcode "PFIFFIGER" - Bestpreis!)
  2. 326,74€
  3. 499,90€

narfomat 22. Jan 2020

dann keine meldung wert. denn kailh blue sind einfach nur schlecht. ich bin gespannt...

nf1n1ty 16. Jan 2020

Ich war bei schon fast davon überzeugt, dass er ein Fan sein muss. ;-) Ich teste...

Vincent-VEC 13. Jan 2020

9 von 10 Befragten haben nichts gegen Mobbing einzuwenden.

tux. 13. Jan 2020

Soso... Getippt auf meiner IBM Model F. Im Büro. ;-)


Folgen Sie uns
       


ANC-Kopfhörer im Vergleich

Wir haben Sonys neuen WH-1000XM4 bei der ANC-Leistung gegen Sonys alten WH-1000XM3 und Boses Noise Cancelling Headphones 700 antreten lassen.

ANC-Kopfhörer im Vergleich Video aufrufen
Star Wars: Darth-Vader-Darsteller Dave Prowse ist tot
Star Wars
Darth-Vader-Darsteller Dave Prowse ist tot

Er war einer der großen Stars der originalen Star-Wars-Trilogie und doch kaum jemandem bekannt. David Prowse ist im Alter von 85 Jahren gestorben.
Ein Nachruf von Peter Osteried

  1. Spaceballs Möge der Saft mit euch sein
  2. The Mandalorian Erste Folge der zweiten Staffel ist online
  3. Star Wars Disney und Lego legen Star Wars Holiday Special neu auf

Made in USA: Deutsche Huawei-Gegner schweigen zu Juniper-Hintertüren
Made in USA
Deutsche Huawei-Gegner schweigen zu Juniper-Hintertüren

Zu unbequemen Fragen schweigen die Transatlantiker Manuel Höferlin, Falko Mohrs, Metin Hakverdi, Norbert Röttgen und Friedrich Merz. Das wirkt unredlich.
Eine Recherche von Achim Sawall

  1. Sandworm Hacker nutzen alte Exim-Sicherheitslücke aus

No One Lives Forever: Ein Retrogamer stirbt nie
No One Lives Forever
Ein Retrogamer stirbt nie

Kompatibilitätsprobleme und schlimme Sprachausgabe - egal. Golem.de hat den 20 Jahre alten Shooter-Klassiker No One Lives Forever trotzdem neu gespielt.
Von Benedikt Plass-Fleßenkämper

  1. Heimcomputer Retro Games plant Amiga-500-Nachbau
  2. Klassische Spielkonzepte Retro, brandneu
  3. Gaming-Handheld Analogue Pocket erscheint erst 2021

    •  /