Käufer verärgert: Sonos liefert bestellte Lautsprecher mehrfach

Zum Teil mussten Käufer die zu viel gelieferten Lautsprecher an Sonos bezahlen. In einem Fall wurden rund 3.500 US-Dollar zusätzlich abgebucht.

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Sonos-Kunden haben bestellte Lautsprecher mehrfach erhalten.
Sonos-Kunden haben bestellte Lautsprecher mehrfach erhalten. (Bild: Jerod Harris/Getty Images for Interscope Records)

Beim Versand von Sonos-Produkten ist in den letzten Tagen einiges schiefgelaufen. Wie Betroffene auf Reddit berichten, wurde meist ein Sonos-Lautsprecher bestellt - und dieser kam gleich mehrfach an. Zum Teil wurde der Kaufpreis für alle gelieferten Lautsprecher entsprechend abgebucht, obwohl nur ein Produkt bestellt wurde. Die Kunden sind entsprechend verärgert.

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In einem Fall wurde in den USA ein Move-Lautsprecher bestellt, geliefert wurden drei davon. Bei einem anderen kamen anstelle eines Move-Lautsprechers gleich sieben davon an - und alle mussten bezahlt werden: statt 320 US-Dollar mehr als 2.200 US-Dollar.

In anderen Fällen wurde eine Ray-Soundbar bestellt und fünf davon geliefert. Auch der Roam-Lautsprecher wurde einmal bestellt, drei davon kamen an. Jemand anderes schildert, dass er einen Roam- und einen Move-Lautsprecher bestellt hatte - und von beiden jeweils drei bekam.

Wenn die Sonos-Soundbar gleich dreimal geliefert wird

Eine besonders hohe Summe kam zusammen, als eine Arc-Soundbar zusammen mit einem Sonos Sub bestellt wurde. Beide zusammen kosten 1.650 US-Dollar. Beide Produkte wurden jeweils dreimal geliefert und insgesamt knapp 5.000 US-Dollar abgebucht. Sonos hat den betroffenen Käufern versprochen, dass die zu viel abgezogene Summe zurückgezahlt werde. Aber dies könne bis zu zehn Werktage dauern.

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Bei hohen Summen kann das für Betroffene zum Problem werden, wenn das Geld dringend für andere Ausgaben benötigt wird. Sonos hat die betroffenen Käufer angeschrieben und bittet darum, die zu viel gelieferten Lautsprecher zurückzuschicken. Im Fall der Arc-Soundbar und des Sonos Sub ist der Kunde entsprechend verärgert - denn Sonos erwartet, dass er die schweren und großen Geräte selbst zu einer UPS-Station bringt. Alle Kosten für den Transport zur UPS-Station muss der Kunde bezahlen und er muss auch zusehen, wie er so viele schwere Kartons transportiert bekommt.

Probleme bisher nur aus den USA bekannt

Die Probleme soll es wohl nur gegeben haben, wenn die Produkte direkt im Onlineshop von Sonos bestellt wurden. Bisher sind die Mehrfachlieferungen nur aus den USA bekannt. Golem.de hat bei Sonos nachgefragt, ob es solche Probleme auch in Deutschland gegeben hat. Das Unternehmen wollte sich nicht weiter dazu äußern.

Es ist derzeit nicht bekannt, wann der Fehler auftrat und wie oft Kunden bestellte Waren mehrfach erhielten.

Sonos Ray Soundbar

Rechtlich könnten Kunden die zu viel gelieferten Lautsprecher behalten

Betroffene Käufer zeigen sich im Reddit-Forum enttäuscht, dass Sonos keine Entschädigung dafür zahlt, dass sie sich um die Rücksendung der ungewollt gelieferten Produkte selbst kümmern und zum Teil mehrere Tage auf die Rückzahlung der Geldzahlung warten müssen. Für diesen zusätzlichen und vom Kunden nicht verschuldeten Aufwand erwarten sie eine Kompensation des Herstellers.

Nach Angaben der US-Verbraucherschutzbehörde FTC müssen Käufer nicht dafür bezahlen, wenn sie Produkte erhalten, die sie nicht bestellt haben. Sie können sie als Geschenk behalten, wenn keine Bestellung dafür vorliegt. Rechtlich könnten die Käufer der Sonos-Produkte die zu viel gelieferten Lautsprecher einfach behalten.

Nachtrag vom 15. Juni 2022, 8:02 Uhr

Sonos teilte Golem.de mit, dass sich das Unternehmen nicht weiter dazu äußern wolle.

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M.P. 15. Jun 2022 / Themenstart

Es gebt mir um die Bequemlichkeit. Früher musste man weniger Brimborium machen, aber das...

JanJM 15. Jun 2022 / Themenstart

Richtig. Aber wenn man zu viele oder falsche Artikel einer tatsächlich getätigten...

AllDayPiano 15. Jun 2022 / Themenstart

Das hängt wohl mit Fehlern beim Tracking zusammen. Wenn das System denkt, du hast die...

bakterius2nd 14. Jun 2022 / Themenstart

Beides. Im Artikel steht ja dass sich jemand einen Kopf darüber gemacht hat wie er den...

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