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Kaby Lake G: Intel verweist auf AMD-Treiber für eigene CPUs

Ladet euch doch die Radeon Software für euer System bei der Konkurrenz herunter!
/ Marc Sauter
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Kaby Lake G in Intels Hades Canyon (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
Kaby Lake G in Intels Hades Canyon Bild: Marc Sauter/Golem.de

Rund ein Jahr mussten Nutzer auf einen neuen Grafiktreiber warten – doch statt ihn als Download bereitzustellen, erläutert(öffnet im neuen Fenster) Intel, wie Anwender die Radeon Software bei AMD herunterladen können. Wer nun irritiert ist: Mit Kaby Lake G gibt es ein Prozessor-Design, das eine CPU von Intel mit einer Grafikeinheit von AMD und HBM2-Stapelspeicher kombiniert. Der Chip wurde im Herbst 2019 eingestellt, was die Hoffnung auf zukünftige Treiber schwinden ließ.

Nun haben sich AMD und Intel dazu entschieden, die Radeon Software für Kaby Lake G zu öffnen. Statt spezieller Treiber oder modifizierter Versionen reicht es, die aktuelle Radeon Software zu installieren. Im erläuternden PDF(öffnet im neuen Fenster) wird zwar Radeon RX Vega M benannt, statt aber von AMD zu sprechen, wird der einstige Partner nur generisch als "vendor" betitelt. Bisherige Treiber für Kaby Lake G kamen von Intel, abseits blauer statt roter Radeon Settings gab es aber keine Unterschiede zur regulären Radeon Software.

Allzu viele Geräte mit Kaby Lake G gab es nie – vor allem keines von Apple, so wie einst erwartet. Von Intel stammt der Hades Canyon (Test) genannte NUC, von Chuwi existiert der Higame (Test) und von Dell das XPS 15 Convertible 9575 (Test). Weitere Notebooks waren das Acer Aspire 7 und das HP Spectre x360.

Intel NUC8 (Hades Canyon) – Test
Intel NUC8 (Hades Canyon) – Test (01:36)

Bei Kaby Lake G handelt es sich technisch um ein Multi-Chip-Package, auf einem gemeinsamen Träger sind vier Dies vereint: Beim Prozessor handelt es sich um einen Kaby Lake H, also eine Quadcore-CPU mit integrierter Grafik und 45 Watt, dazu kommt eine Radeon RX Vega M mit 4 GByte HBM2-Stapelspeicher. Diese GPU gibt es als GL- und als HL-Variante (Graphics Low/High) mit 1.280 ALUs und 32 ROPs oder mit 1.536 Shader-Kernen und 64 Raster-Endstufen. Für I/O wie Sata und USB wird überdies noch ein Chipsatz (Platform Controller Hub) benötigt.


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