Kaby Lake-G: Intel dementiert Radeon-Lizenz für CPUs
Eine Lizenz, die es Intel erlaubt, AMD-Grafikeinheiten in die eigenen Prozessoren zu integrieren, ist nach Angaben des Unternehmens nicht erworben worden. Tatsächlich sprechen durchgesickerte Dokumente nur allgemein von einer angekoppelten GPU.
Intel hat in einem Statement klargestellt, dass Gerüchte, denen zufolge das Unternehmen Grafiktechnologie von AMD lizensiert habe, falsch seien. Entsprechende Aussagen wurden zuerst von Kyle Bennett, dem Chef von HardOCP, verbreitet und in dieser Woche vor AMDs Financial Analyst Day 2017 von Fudzilla-Gründer Fuad Abazovic bestätigt.
Zeitlich zwischen beiden Aussagen angesiedelt war die Veröffentlichung von Dokumenten seitens Benchlife, die einen Chip namens Kaby Lake-G ausführen und zwei Modelle spezifizieren. Die GPU ist hier per PCIe angebunden, ein Hersteller wird aber nicht genannt.
KBL-G scheint zu existieren
Da sich solche Informationen bisher zumeist bestätigt und uns mehrere AMD-nahe Quellen aus erster und zweiter Hand gesagt haben, dass an Kaby Lake-G gearbeitet werde, gibt es mindestens zwei denkbare Optionen: Ein solcher Chip existiert doch nicht oder Intel drückt sich mit der Betonung auf Lizenzierung um die Wahrheit herum.
Grundsätzlich könnte der Hersteller vermutlich die benötigten GPUs auch von AMD kaufen, beispielsweise einen Polaris-12-Chip, und zusammen mit einem Kaby-Lake-Prozessor auf einen Träger packen. Mit solchen MCMs (Multi Chips Modules) hat Intel viel Erfahrung und mit der EMIB obendrein eine neue Technologie dafür entwickelt.
Auch AMD schweigt
Von AMD gibt es bisher ebenfalls keine Bestätigung für einen Chip mit Intel-Kernen und Radeon-Grafikeinheit. Laut Fudzilla hätte eine entsprechende Aussage auf dem Financial Analyst Day in dieser Woche erfolgen sollen, was aber nicht geschah.
Den von Benchlife publizierten Folien zufolge sind die beiden KBL-G mit vier CPU-Kernen ausgestattet und werden mit einer BGA-Fassung verlötet. Die thermische Verlustleistung beläuft sich auf 65 sowie 100 Watt.
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