• IT-Karriere:
  • Services:

Kabelnetze: Verbraucherschützer warnen vor versteckten Zusatzdiensten

Die Rechnung ihres Kabelnetzbetreibers sollten neue Kunden genau prüfen. Nach einigen Monaten könnten plötzlich unerwartete Kosten auftreten.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Im Kleingedruckten können sich unerwünschte Zusatzdienste verbergen.
Im Kleingedruckten können sich unerwünschte Zusatzdienste verbergen. (Bild: Kabel Deutschland/Screenshot und Hervorhebung: Golem.de)

Die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt warnt vor versteckten Zusatzgebühren in Verträgen mit Kabelnetzbetreibern. Diese entstünden beispielsweise durch zusätzliche Programmpakete, die der Kunde zunächst gratis nutzen dürfe, dann aber kostenpflichtig würden, teilte die Verbraucherzentrale mit. Solche Leistungen könnten in der Auftragsbestätigung untergeschoben werden, obwohl dies vorher nicht vereinbart worden sei. Die Verbraucherzentrale berichtet über einen Fall, in dem einem Kabelfernsehen-Kunde ein zusätzliches Vertragspaket erhielt, das nach zweimonatiger Gratisphase in ein kostenpflichtiges Angebot umgewandelt wurde - mit zehnmonatiger Vertragslaufzeit, die sich nicht vorzeitig kündigen ließ.

Stellenmarkt
  1. Landkreis Märkisch-Oderland, Seelow
  2. über Dr. Heimeier & Partner Management- und Personalberatung GmbH, Süddeutschland

Nach Auffassung der Verbraucherschützer handelt es sich bei solchen Tricks um unzulässige Werbepraxis. Das Schweigen des Kunden werde hier als Zustimmung zu einer Vertragsänderung interpretiert - das sei rechtlich nicht in Ordnung. Betroffene Verbraucher sollten daher unbedingt schriftlichen Widerspruch gegen die versteckte Preiserhöhung einlegen und zu viel verlangte Gebühren nicht zahlen oder zurückbuchen. Wer sich solchen Ärger ersparen wolle, kündige eventuelle Zusatzleistungen am besten gleich zu Beginn der Vertragslaufzeit.

Die Verbraucherzentrale Hamburg war in den vergangenen Jahren bereits juristisch gegen die Deutsche Telekom vorgegangen, da zahlreichen Kunden im Telekom-Shop oder per Telefon kostenpflichtige Zusatzleistungen untergeschoben worden waren, die sie gar nicht haben wollten. Zuletzt musste das Unternehmen ein Ordnungsgeld in Höhe von 20.000 Euro zahlen, weil es trotz Gerichtsverbots Kunden Tarifänderungen oder kostenpflichtige Zusatzleistungen bestätigte, die sie nicht bestellt hatten.

Zu unerwünschten Zahlungen kann es beispielsweise auch bei Internetneukunden von Kabel Deutschland kommen. Diese erhalten generell ein "Sicherheitspaket", das laut aktueller Preisliste "für alle Neukunden die ersten 2 Monate inklusive" ist, ab dem dritten Monat aber knapp 4 Euro kostet. Es besteht keine Möglichkeit, die Option gleich bei Vertragsabschluss abzuwählen. Eine schriftliche Kündigung mit einer Frist von vier Wochen ist erforderlich.

Nachtrag vom 25. Februar 2014, 16:00 Uhr

In einer früheren Version des Artikels konnte der Eindruck entstehen, als habe sich der Vorwurf der Verbraucherzentrale auf das Sicherheitspaket bei Kabel Deutschland bezogen. Dies trifft nicht zu.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. täglich neue Deals bei Alternate.de

User_x 26. Feb 2014

sehe ich gespalten. wenn die masse, insbesondere viele medien sich dagegen auflehnen...

katzenpisse 26. Feb 2014

KD ist in der Hinsicht echt das Letzte. Bei den TV-Angeboten bekommt (bekam?) man auch...

xVipeR33 25. Feb 2014

Bei meinem Telekom-Vertrag, den ich vor 5 Jahren abgeschlossen hatte war sowas auch dabei.


Folgen Sie uns
       


Ghost Recon Breakpoint - Fazit

Das Actionspiel Ghost Recon Breakpoint von Ubisoft schickt Spieler als Elitesoldat Nomad auf eine fiktive Pazifikinsel.

Ghost Recon Breakpoint - Fazit Video aufrufen
Apple-Betriebssysteme: Ein Upgrade mit Schmerzen
Apple-Betriebssysteme
Ein Upgrade mit Schmerzen

Es sollte alles super werden, stattdessen kommen seit MacOS Catalina, dem neuen iOS und iPadOS weder Apple noch Entwickler und Nutzer zur Ruhe. Golem.de hat mit vier Entwicklern über ihre Erfahrungen mit der Systemumstellung gesprochen.
Ein Bericht von Jan Rähm

  1. Betriebssystem Apple veröffentlicht MacOS Catalina
  2. Catalina Apple will Skriptsprachen wie Python aus MacOS entfernen
  3. Apple MacOS wechselt von Bash auf ZSH als Standard-Shell

VW-Logistikplattform Rio: Mehr Fracht transportieren mit weniger Lkw
VW-Logistikplattform Rio
Mehr Fracht transportieren mit weniger Lkw

Im Online-Handel ist das Tracking einer Bestellung längst Realität. In der Speditionsbranche sieht es oft anders aus: Silo-Denken, viele Kleinunternehmen und Vorbehalte gegenüber der Digitalisierung bremsen den Fortschritt. Das möchte Rio mit seiner Cloud-Lösung und niedrigen Preisen ändern.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. Vernetzte Mobilität Verkehrsunternehmen könnten Datenaustauschpflicht bekommen
  2. Studie Uber und Lyft verschlechtern den Stadtverkehr
  3. Diesel-Ersatz Baden-Württemberg beschafft Akku-Elektrotriebzüge Mireo

Medizin: Updateprozess bei Ärztesoftware Quincy war ungeschützt
Medizin
Updateprozess bei Ärztesoftware Quincy war ungeschützt

In einer Software für Arztpraxen ist der Updateprozess ungeschützt über eine Rsync-Verbindung erfolgt. Der Hersteller der Software versucht, Berichterstattung darüber zu verhindern.
Ein Bericht von Hanno Böck

  1. Tracking TK arbeitet nicht mehr mit Ada zusammen
  2. Projekt Nightingale Google wertet Daten von Millionen US-Patienten aus
  3. Digitale Versorgung Ärzte dürfen Apps verschreiben

    •  /