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Analogabschaltung: Netzausbau bringt Sendepause bei Kabelnetzbetreiber

Bei einem großen Netzausbau von Primacom werden 500 Kabelpunkte für die Analogabschaltung erweitert. Das führt zu zeitweisen Ausfällen und neuer Senderbelegung, aber auch zu Internet mit 500 MBit/s.

Artikel veröffentlicht am ,
Primacom-Techniker
Primacom-Techniker (Bild: Primacom)

Primacom nutzt die Sommermonate für eine technische Aufrüstung seiner Netze für die künftige Analogabschaltung. Das gab der TV-Kabelnetzbetreiber am 15. Juli 2015 bekannt. Ziel sind mehr HD-Sender und schnelleres Internet.

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An rund 500 zentralen Knotenpunkten des gesamten Primacom-Kabelnetzes in ganz Deutschland bauen Techniker neue Sende- und Empfangskomponenten ein. "Den Austausch der Technik-Komponenten erkennt der Zuschauer an einer Sendepause, bei der das Fernsehbild zeitweise wegbleibt", erklärte Primacom. Dies finde in den sehr frühen Morgenstunden gegen 3 Uhr oder tagsüber statt.

Danach wechseln einige Sender ihre Frequenz. Künftig würden so zusätzliche digitale Programme und neue HD-Sender möglich. Für einen Teil der digitalen Zuschauer könne sich die Programmsortierung der TV-Sender ändern. "Aber es ist noch keine konkrete Ankündigung zur Abschaltung bestimmter Sender. Bis dahin dauert es noch eine Weile", sagte Primacom-Sprecher Stefan Susbauer.

Außerdem baut Primacom seine Internet-Zugänge auf 500 MBit/s aus. Der erste Bereich für diese Datenrate werde derzeit im Nordosten des Primacom-Netzes entlang der ringförmigen Glasfaserleitung um Berlin, Schwerin, Anklam und Eisenhüttenstadt ausgebaut.

Älter, weiblich, analog

Analoge TV-Sender würden nur noch von einem kleinen Teil der Zuschauer genutzt, "verstopften aber das Frequenzband". Der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber (Anga) erwartet, dass spätestens zum Ende des Jahres 2018 die Einstellung der analogen Fernsehverbreitung in den deutschen Kabelnetzen möglich sein werde. Das gab der Verband am 9. Juni 2015 auf der Branchenmesse Anga Com in Köln bekannt. Rund 90 Prozent der etwa 17 Millionen Kabelfernsehkunden nutzten dann das digitale Programmangebot, lautet die Prognose.

Laut einer Primacom-Studie kämen Analog-Zuschauer typischerweise aus der älteren Generation, seien weiblich und hätten geringes Interesse am TV. Doch noch 30 Prozent der Primacom-Kunden setzen auf analoges Fernsehen.

Primacom ist nach eigenen Angaben mit über 1,2 Millionen angeschlossenen Haushalten der viertgrößte Kabelnetzbetreiber in Deutschland und in Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Rheinland-Pfalz aktiv.



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TC 16. Jul 2015

Also wenn bei uns die Glotze läuft, dann meist Analog. Der Receiver frisst 20W und...

Anonymer Nutzer 16. Jul 2015

Hmm :/ Mal gucken wie das bei mir ablaufen wird v.v

FTTK 16. Jul 2015

Doch, ist es. Warum sollte das nicht der Fall sein? Die Technik kann es und dann ist es...


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