Kabelnetzbetreiber: Kabel Deutschland interessiert sich für Tele Columbus
Kabel Deutschland will den kleineren Konkurrenten Tele Columbus(öffnet im neuen Fenster) kaufen und sieht sich dessen Geschäftsbücher an. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung(öffnet im neuen Fenster) in ihrer aktuellen Druckausgabe. Seit der erfolgreichen Übernahme von Kabel Baden-Württemberg durch Unitymedia, einer Tochter des TV-Kabelnetzbetreibers Liberty Global, könnte das Bundeskartellamt auch einer weiteren Konsolidierung der Branche in Deutschland zustimmen.
Kabel-Deutschland-Chef Adrian von Hammerstein sagte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: "Natürlich sind wir an Konsolidierungen in unserem Netzgebiet interessiert. Für mögliche Akquisitionen würden wir auch über den finanziellen Spielraum verfügen." Der Kabelnetzbetreiber werde künftig davon profitieren, dass der Datenratenbedarf der Kunden im Internet und auch für interaktive Fernsehdienste wie Video-on-Demand stetig steige, erklärte von Hammerstein. Einen offiziellen Kommentar zu dem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung lehnt er jedoch ab.
Der von seinen Kreditgebern sanierte Betreiber Tele Columbus wollte im Januar 2011 knapp 200 Millionen Euro in den Ausbau der Netzinfrastruktur investieren . In den ostdeutschen Bundesländern und einigen westdeutschen Schwerpunktregionen wollte der viertgrößte Kabelkonzern den Bereich HDTV ausbauen und weitere Haushalte mit Internetanbindungen mit einer Datenübertragungsrate von 100 MBit/s bis 128 MBit/s versorgen.
Kabel Deutschland hatte bereits früher Interesse an Tele Columbus gezeigt. Wegen erwarteter Probleme mit dem Kartellamt kam es nicht zu einem Verkauf.
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