Kabelnetzbetreiber: Bei Docsis 3.1 kein "harter Tausch der Kunden-Hardware"

Anders als bei der DVB-T-Abschaltung können an einer Docsis-3.1-Line-Card Modems für den neuen und den Vorgängerstandard gleichzeitig arbeiten. "Wir haben einen Migrationsprozess", sagte der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber.

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Cisco zeigt frühen Full-Duplex-Prototypen
Cisco zeigt frühen Full-Duplex-Prototypen (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Bei der Einführung des Kabelnetzstandards Docsis 3.1 können alle Kunden weiter das Netz nutzen. Das sagte Carsten Engelke, Leiter Technik beim Anga (Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber), Golem.de auf Anfrage. "Es ist kein harter Tausch der Hardware notwendig, wie zum Beispiel beim Wechsel von DVB-T auf DVB-T2. Zu keinem Zeitpunkt ist die Kundenreichweite Null, sondern wir haben einen Migrationsprozess."

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An einer Docsis-3.1-Line-Card könnten Docsis-3.0- und Docsis-3.1-Modems gleichzeitig arbeiten. Die Kundenrouter seien Modems, die als Bridge oder Router in beiden Populationen arbeiteten. Dies könne aber nicht mit dem Kunden-Equipment hinter dem Modem verwechselt werden.

Was kommt nach Docsis 3.1?

Dabei können die hohen Datenraten nur von Docsis-3.1-Modems beim Endkunden genutzt werden. Engelke: "Abwärtskompatibel bedeutet, dass die Docsis-3.0-Modems in ihren bisher spezifizierten Bereichen arbeiten, aber die Modems von Docsis 3.0 und Docsis 3.1 parallel arbeiten können, trotz einer Frequenzerweiterung. Die Frequenzerweiterungen im Up- und Downstream können von den 3.0-Modems nicht genutzt werden. Es gelten dort weiter die Grenzen 5 - 65 MHz für Upstream und 108 - 862 MHz für Docsis-3.0-Modems." Trotzdem können Kunden die bisherige Bandbreiten abfragen und ihren gesamten Dienst empfangen.

Bei Docsis 3.1 erreiche man Datenraten-Gewinne auf zwei Arten: Frequenzerweiterung und erhöhte Modulation. Weiterhin gebe es noch die Möglichkeit, auf Full Duplex Docsis (FDX) auszubauen. FDX komme jetzt, da Rechenpower und Speicherkapazitäten zur Verfügung stehen. Das System sei dem G.Fast-Konzept ähnlich. Lichtwellenleiter-Ausbauten fänden vor der Wohnungstür statt und seien somit plan- und bezahlbar, betonte Engelke.

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