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Kabelnetzbetreiber: Aus für analoges Kabelfernsehen soll bis Ende 2018 kommen

Die Kabelnetzbetreiber wollen die analoge Fernsehverbreitung in wenigen Jahren einstellen. Doch nicht alle Zuschauer sind darauf vorbereitet.
/ Achim Sawall
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Anga Com 2015 ist heute in Köln gestartet. (Bild: Achim Sawall/Golem.de)
Anga Com 2015 ist heute in Köln gestartet. Bild: Achim Sawall/Golem.de

Der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber (Anga) erwartet, dass spätestens zum Ende des Jahres 2018 die Einstellung der analogen Fernsehverbreitung in den deutschen Kabelnetzen möglich sein wird. Das gab der Verband am 9. Juni 2015 auf der Branchenmesse Anga Com in Köln bekannt(öffnet im neuen Fenster). Rund 90 Prozent der rund 17 Millionen Kabelfernsehkunden würden dann das digitale Programmangebot nutzen, so die Prognose.

Zum Ende des Jahres 2014 nutzten mehr als 70 Prozent der Kabelkunden digitale Fernsehprogramme, ein Zuwachs von rund 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bei annähernd gleichbleibenden Zuwächsen wäre im Jahr 2018 mit einer Digitalquote von über 90 Prozent zu rechnen. "Damit wäre die von den Marktbeteiligten vielfach als Voraussetzung diskutierte Akzeptanzschwelle für eine Abschaltung übertroffen", erklärte die Anga.

Nur die Hälfte der analogen Kabelhaushalte sind vorbereitet

Viele der noch analoge Technologien nutzenden Kabelhaushalte würden bereits über ein digitaltaugliches Empfangsgerät verfügen. Im Falle einer analogen Abschaltung müssten sie keine neuen Geräte kaufen. Nach den Angaben der Landesmedienanstalten trifft dies nur auf etwa die Hälfte der betroffenen Kabelhaushalte zu.

Durch die Einstellung der analogen Verbreitung würden umfangreiche Übertragungskapazitäten frei, die für zusätzliche digitale Fernsehprogramme in HD und schnelle Internetzugänge genutzt werden könnten.

Kabelkunden, die bislang nur analoge Programme nutzen, müssten ihr für digitalen Kabelempfang (DVB-C) geeignetes Fernsehgerät umstellen oder einen Sendersuchlauf durchführen. Wenn das Fernsehgerät älter ist, wie etwa ein Röhrenfernseher, sei eine Neuanschaffung oder eine Set-Top-Box erforderlich.

Der Verband habe über die Zeitplanung für das Ende der analogen Verbreitung in den vergangenen Monaten intensive Gespräche mit Marktpartnern und Behörden geführt. Anga-Präsident Thomas Braun sagte: "Alles spricht dafür, dass die Voraussetzungen für einen reibungslosen Umstieg bis Ende 2018 vorliegen. Schon heute könnten Kabelkunden zum besseren digitalen Empfang wechseln. Vielen Kunden, die noch analog schauen, ist das nur nicht bewusst."


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