Kabelnetzbetreiber: 30 Millionen Haushalte sollen GBit/s bekommen
Nach dem Treffen der Netzallianz Digitales Deutschland begrüßt die Anga Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber die Festlegung auf das Ziel, bis 2025 gigabitfähige Infrastrukturen verfügbar zu machen. Anga-Präsident Thomas Braun sagte am 9. November 2016(öffnet im neuen Fenster), die Netzbetreiber der Anga werden "mittelfristig fast 30 Millionen Haushalten Gigabit-Geschwindigkeiten zur Verfügung stellen können".
Neben neuen FTTH/B-Netzen komme dabei der Aufrüstung der HFC-Netze (Hybrid Fiber Coax) mit dem Übertragungsstandard Docsis 3.1 die größte Bedeutung zu. "Denn damit werden Gigabit-Geschwindigkeiten besonders kosteneffizient und zeitnah möglich." Wichtig seien investitionsfreundlichen Rahmenbedingungen und der Förderung des Infrastrukturwettbewerbs.
Das TV-Kabelnetz kann tatsächlich hohe Datenraten bieten, besonders mit Docsis 3.1. Doch das Netz ist meist nur in den Ballungszentren ausgebaut. Und auch bei Docsis 3.1 müssen sich in einem Netzsegment mehrere Haushalte die Datenrate teilen. Schwachstellen des Koaxialkabels sind zudem der Upload und die schwachen Ping-Zeiten, über die manche Gamer klagen.
Andere Verbände reden über Giga-Zugänge
Sicherlich gebe es noch deutlich unterschiedliche Auffassungen, wie der Weg beschritten werden muss, und auch über die Ausgestaltung, erklärten der Breko (Bundesverband Breitbandkommunikation), Buglas (Bundesverband Glasfaseranschluss) und Vatm (Verband der Anbieter von Telekommunitations- und Mehrwertdiensten). So setzen die alternativen Netzbetreiber auf echte Glasfaseranschlüsse bis zum Haus/der Wohnung (FTTB/FTTH) und HFC-Koaxkabel sowie künftig auf moderne 5G-Mobilfunktechnologie, die ebenfalls Glasfaseranschlüsse an den Basisstationen benötigt. Schon heute würden mehr als 90 Prozent der genutzten gigabitfähigen FTTB/FTTH- und Koaxkabel-Anschlüsse von den Wettbewerbern gebaut.
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