Kabelnetz: Vodafone will durch neue Peerings schneller werden

Vodafone schaltet die alten Peerings von Unitymedia ab. Verbindungen zu Netflix, Twitch, Facebook, Microsoft oder Google sollen schneller werden.

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Peering bei Vodafone jetzt direkter
Peering bei Vodafone jetzt direkter (Bild: Vodafone Deutschland)

Vodafone stellt seine Peerings des Kabelnetzes um. Das gab der Kabelnetzbetreiber am 7. Mai 2021 bekannt. Betroffen ist das Verbreitungsgebiet der ehemaligen Unitymedia-Gesellschaften, die Vodafone übernommen hat.

Bislang liefen die Verbindungen über Peerings des Konzerns Liberty Global in Frankfurt und Amsterdam, zu der Unitymedia bis in den Herbst 2019 gehörte. Durch mehrere neue regionale Peerings fließt der Datenverkehr von Vodafone-Kunden aus Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg nun über eine andere Verbindung ins Internet und zurück.

Während die Daten aus Nordrhein-Westfalen auf ihrem Weg ins Internet die direkten Anbindungen von Vodafone in Amsterdam und Düsseldorf nehmen, leitet Vodafone die Daten aus Hessen ab sofort über Frankfurt aus dem eigenen in andere Netze weiter. Der Datenverkehr aus Baden-Württemberg geht über München oder Frankfurt.

Dabei handelt es sich um Datenverkehr in einer Größenordnung von zurzeit bis zu 10 Terabit pro Sekunde (TBit/s), die an Werktagen übertragen werden, bezogen auf das Unitymedia-Netz. Rechnet man das gesamte Kabelnetz und die DSL-Zugänge im Telekom-Netz zusammen, kommt man bundesweit über alle Peerings Points auf bis zu 20 TBit/s.

Schneller googeln durch weniger Zwischenschritte

Durch die neue Route über regionale Knotenpunkte sollen die Datenübertragungen wesentlich direkter werden, indem durch weniger Zwischenschritte die Laufzeit verkürzt wird. So sollen die Anbindungen an Server von Netflix, Twitch, Facebook, Microsoft oder Google verbessert werden.

Im Zuge des neuen Routings hat Vodafone auch die Kapazität an mehreren privaten und öffentlichen Übergabepunkten erweitert. Der Datenverkehr an allen bundesweiten Übergabepunkten von Vodafone betrug zuletzt täglich bis zu 20 TBit/s.

Guido Weissbrich, Netz-Chef von Vodafone Deutschland, sagte: "Unsere Netzinfrastruktur ist an alle für Deutschland relevanten Internetknoten angebunden. Darüber hinaus bestehen über unseren Mutterkonzern Verbindungen zu allen wichtigen internationalen Internetknoten. Wir setzen bei unserer Netzplanung zudem auf eine offene Peering-Policy", die auch kleinere Anbieter direkt an das Vodafone Netz anschließe.

Vodafone hat sein Transportnetz im Januar 2021 wieder an den Berliner Internetaustauschpunkt BCIX (Berlin Commercial Internet Exchange) angeschlossen. Im März dieses Jahres hatte Vodafone nach Brancheninformationen 2 x 600 GBit/s am DE-CIX gemietet.

Beim Peering schalten sich Internet Service Provider, Content Provider, Netzwerk-Service-Provider und Unternehmen mit eigenem Netzwerk zusammen, um direkt und meist kostenneutral Daten auszutauschen, in der Regel an Internetknoten. Hier laufen die teilnehmenden Netzwerke zusammen, am DE-CIX in Frankfurt sind das über 1.000 Netzwerke. Indem diese ihre Daten über den Internetknoten direkt miteinander austauschen, müssen die Daten keine langen Wege bis zum nächsten Punkt zurücklegen, an dem sich die direkten Glasfasern vernetzen.

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Tobiaspr 15. Jan 2022

Die Telekom ist eben so ziemlich der einzige Internetprovider der Geld für seine Peerings...

Neuro-Chef 08. Mai 2021

Dann lies halt auch den zweiten Satz, bevor du antwortest.

ohhello2 08. Mai 2021

Google funktioniert. Vor einigen Monaten gab es ein Problem mit Github. Da konnten...

ohhello2 08. Mai 2021

Nach dem lesen des Artikels habe ich mal bei peeringdb mir die großen deutschen Anbieter...



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