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Kabelnetz: Vodafone-Kunde erhält statt 200 nur 2 MBit/s

Zu viele Kunden von Vodafone müssen sich ein Netzsegment teilen. Das hat für einige zur Folge, dass die Datenrate viel zu niedrig ist. Der Node wird nun ausgebaut.

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Vodafone-Technik auf der Cebit 2016
Vodafone-Technik auf der Cebit 2016 (Bild: Vodafone)

Wegen eines überlasteten Netzwerksegments bekommen Kunden von Vodafone Kabel in Olching bei München eine viel zu niedrige Datenrate. Das berichtet ein Golem.de-Leser. Seit Anfang Dezember 2017 sei der Zustand nicht mehr tragbar. "Wir selbst haben zum Beispiel 100 MBit/s gebucht und wurden von Vodafone für 6 Monate kostenfrei auf 200 MBit/s hochgestuft. Aktuell haben wir Bandbreiten von rund 1 bis 2 MBit/s, die wirklich ankommen", berichtet der Betroffene.

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Bei zwei Bekannten des Vodafone-Kunden sei das Problem noch gravierender. Bei einem 100 MBit/s-Zugang kämen nur rund 500 Kbit/s an, und bei einen 32-MBit/s-Zugang nur 700 KBit/s. In der regionalen Facebookgruppe hätten sich viele Betroffene zu Wort gemeldet, die eine ähnlich schlechte Performance und Abbrüche der Internet- und Telefonverbindung haben.

Vodafone: Die Arbeiten zur Kapazitätserweiterung

Das Unternehmen hat das Problem bestätigt. Vodafone-Sprecher Volker Petendorf sagte Golem.de auf Nachfrage: "Es geht um einen Kabelstrang in Olching, an dem insgesamt 334 Haushalte angeschlossen sind, darunter auch die drei genannten Kunden. Die Downstream-Auslastung ist in diesem Netzelement tatsächlich zu hoch, sodass bei einem Teil dieser Kunden nicht immer die gewünschte Bandbreite ankommt." Die Arbeiten zur Kapazitätserweiterung hätten Anfang November begonnen und würden innerhalb der nächsten zehn Wochen komplett abgeschlossen.

Laut dem Bericht zur Breitbandmessung der Bundesnetzagentur vom März 2017 fällt im Tagesverlauf besonders im Bereich 200 bis unter 500 MBit/s die Leistung in der abendlichen Peak-Zeit stark ab. Das liegt meist daran, dass zu viele Haushalte an einem Node oder Cluster hängen und sich die Kapazität teilen müssen.

Nutzer müssen nicht jede Einschränkung bei der Datenübertragungsrate im Festnetz hinnehmen. Ein Sprecher der Bundesnetzagentur sagte Golem.de, dass eine nicht vertragskonforme Leistung vorliege, wenn nicht mindestens einmal in einem Messzeitraum 90 Prozent der vertraglich vereinbarten Maximalgeschwindigkeit erreicht werden.

Dies gelte auch, "wenn die normalerweise zur Verfügung stehende Geschwindigkeit nicht in 90 Prozent der Messungen erreicht wird oder die vertraglich vereinbarte Mindestgeschwindigkeit - auch einmalig - im Messzeitraum unterschritten wird", sagte der Sprecher.

Dabei hält es die Bundesnetzagentur für erforderlich, dass mindestens 20 Messungen an zwei unterschiedlichen Tagen vorgenommen werden. Zudem sollen die Messungen mit einer LAN-Verbindung erfolgen. Mit diesen Messergebnissen aus der Breitbandmessung könne der Betroffene sich an seinen Anbieter wenden. Wenn auf diesem Weg keine Lösung erzielt wird, können sich Nutzer erneut an die Bundesnetzagentur wenden, die sich dann mit dem Anbieter in Verbindung setzen würde.



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