Kabelnetz: Vodafone bekommt Netzüberlastung nicht in den Griff

Vodafone hat seit Monaten Probleme in seinem Kabelnetz in Lingen im Landkreis Emsland in Niedersachsen. Wie die Grafschafter Nachrichten berichten(öffnet im neuen Fenster) , können Bestandskunden wegen ausgelasteter Leitungen nicht ausreichend versorgt werden. Zugleich bewirbt der Kabelnetzbetreiber den Ausbau in der Region.
Vodafone erklärte laut dem Bericht, man habe ein "Auslastungsproblem. Zu viele Kunden surfen zu viel im Internet" . Eine Kapazitätserweiterung sei bereits beantragt worden. Bis dies umgesetzt sei, würden jedoch voraussichtlich "mehrere Wochen" vergehen.
Bevor das Auslastungsproblem auftrat, waren wochenlang die Datenübertragungsraten von rund 19.600 Haushalten eingebrochen. Ein Bagger hatte Anfang Juli auf der lokalen Zuführungstrasse Münster – Lingen ein Glasfaserkabel beschädigt. Die Reparatur zog sich über Wochen hin.
Ein Golem.de-Leser aus der Region berichtet, drei Wochen nach dem Baggerschaden mit sehr eingeschränkter Bandbreite für 19.600 Haushalte habe es wieder die Bandbreite wie zuvor gegeben. Zwei Wochen danach sei die Datenrate dann plötzlich wieder auf abends circa 2 MBit/s pro Nutzer für alle Kunden im Netz eingebrochen.
Vodafone gab am 14. August 2019 dennoch bekannt(öffnet im neuen Fenster) , dass Nordhorn jetzt in das Gigabit-Zeitalter starten werde. "Erstmals bietet Vodafone Deutschland hier in seinem gesamten Kabel-Glasfasernetz für 36.500 Haushalte Festnetzanschlüsse mit bis zu 1.000 Megabit im Download an." Diese Verbesserung sei mit dem Kabelnetzstandard Docsis 3.1 erreicht worden. "Wir bauen Deutschlands digitale Zukunft. Vodafone ist einer der Haupttreiber für den Ausbau von Hochgeschwindigkeitsnetzen in Deutschland" , erklärte Vodafone-Chef Hannes Ametsreiter.



