Kabelnetz: Virtueller Nodesplit macht Vodafone offenbar noch Probleme
Vodafone Deutschland hat Informationen von Golem.de, nach denen der Kabelnetzbetreiber die Technik für den virtuellen Nodesplit nicht stabilisiert bekommt, zurückhaltend kommentiert. Eine Anfrage dazu wurde zuerst von dem Konzern für über zwei Wochen nicht beantwortet. Nun erklärte Unternehmenssprecher Helge Buchheister der Redaktion: "Bis jetzt gibt es keine besonderen Anzeichen, die gegen den Einsatz der neuen Technik sprechen. Virtuelle Netzsegmentierungen (VNS) sind ein fester Bestandteil unserer Kapazitätserweiterungen." Die Feldtests dazu seien mittlerweile abgeschlossen und die Technik komme seit einigen Monaten punktuell zum Einsatz.
Doch so wie geplant scheint es nicht zu laufen: Die jeweiligen Netzbereiche beobachte Vodafone "sehr genau, da aufgrund der Komplexität beim Zusammenspiel von Netz und Technik in jedem Netzbereich stets individuelle Anpassungen erforderlich sind. Einzelne Rückmeldungen von Kunden über Beeinträchtigungen haben wir analysiert und nehmen nun dort, wo es erforderlich ist, zusätzliche Anpassungen an der VNS-Technik vor" , erklärte Buchheister.
Laut Informationen aus Branchenkreisen, die Golem.de vorliegen, müsse Vodafone wegen Problemen mit der Technik viele so geplante Nodesplits nun klassisch machen, was erheblich teurer ist. Cluster würden regional mit Glasfaser überbaut, weil das schneller ginge. Diese Aussage hat Vodafone nicht bestätigt.
Remote Phy sollte Bandbreite von bis zu 10 GBit/s in das Segment bringen
Ein virtueller Nodesplit bedeutet, ein Koax-Verteilnetz wird in mehrere Stücke "geschnitten" und diese erhalten eine eigene RF- Docsis-3.1-Einspeisung. Vodafone erklärte die Technik im Mai 2021 wie folgt: "Voraussetzung ist verteilte Netzarchitektur, bei der zentrale Funktionen aus den Technikstandorten im regionalen Transportnetz in die lokalen Glasfaser-Knotenpunkte wandern. Der Vorteil: Die Netzinfrastruktur wird digitaler, die Signalqualität besser und der Energieverbrauch des Netzes sinkt. Netzweit haben wir bereits einen Teil unserer CMTS-Netztechnik auf Remote Phy (DCA) umgestellt und damit die Voraussetzung für virtuelle Netzsegmentierungen geschaffen."
Dazu werde im Glasfaser-Knoten und an einem beliebigen Verstärkerpunkt in der Kaskade ein virtuelles Modem eingerichtet, das via Ethernet-Verbindung eine virtuelle Datenverbindung aufbaut. Diese befindet sich in einem noch nicht genutzten Spektrum des Kabels, so dass aus dem Verstärkerpunkt ein virtueller Glasfaser-Knoten wird, der über eine Bandbreite von bis zu 10 GBit/s verfügt.
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