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Kabelnetz: Unitymedia bringt ARD in HD

Unitymedia kann durch die Einigung mit der ARD insgesamt 14 neue, öffentlich-rechtliche Sender bereitstellen. Sechs Jahre lang hatten die öffentlich-rechtlichen Sender mit den TV-Kabelnetzbetreibern gestritten und waren im Ergebnis ausgespeist worden.
/ Achim Sawall
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Technik bei Unitymedia (Bild: Unitymedia)
Technik bei Unitymedia Bild: Unitymedia

Unitymedia kann nach der Einigung mit der ARD und ihren neun Landesrundfunkanstalten ab dem 24. April 2018 das Angebot der ARD-Landesrundfunkanstalten sowie einen weiteren HD-Sender und einen Radiosender anbieten. Das gab das Unternehmen am 17. April 2018 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . "Wir freuen uns, dass wir insgesamt 14 neue, öffentlich-rechtliche Sender für unsere Kunden bereitstellen können" , sagte Christian Hindennach, Chief Commercial Officer bei Unitymedia. Unitymedia Kunden bekommen somit insgesamt 29 frei empfangbare HD-Sender im Basisangebot ihres Kabelanschlusses.

Unitymedia Kunden erhalten außerdem den Shoppingsender Hse24 Extra HD und den neuen Rock Radiosender Radio 21. Unitymedia speist die neuen Sender auf bisher nicht belegte Sendeplätze ein. Die drei temporären Sender Eurosport 3 HD, Eurosport 4 HD und Eurosport 5 HD, auf denen die Olympischen Winterspiele zu sehen waren, werden zum 24. April 2018 ausgespeist, erklärte das Unternehmen.

Streit um Millionen Euro

In diesem Monat wurde bekannt(öffnet im neuen Fenster) , dass sich die ARD mit Unitymedia und Vodafone auf eine langfristige Partnerschaft geeinigt habe. Das ZDF vereinbarte mit Vodafone eine weitgehende Zusammenarbeit. Sechs Jahre lang hatten die öffentlich-rechtlichen Sender mit den TV-Kabelnetzbetreibern einen Rechtsstreit um die Einspeiseentgelte geführt.

ARD und ZDF hatten im Jahr 2012 ihre Verträge zur Verbreitung ihrer Inhalte durch Kabel Deutschland, jetzt Vodafone Kabel, und Unitymedia gekündigt. Vorher überwiesen sie den Kabelkonzernen Einspeisungsentgelte in Höhe von rund 60 Millionen Euro. Anbieter wie die Deutsche Telekom mit Entertain verlangen keine Einspeisungsentgelte, die öffentlich-rechtlichen Sender zahlen dagegen für die Verbreitung über Satellit und DVB-T2.

Zu finanziellen Vereinbarungen äußerten sich ARD und ZDF, Vodafone und Unitymedia nicht. Mit Sicherheit zahlen die Sender wieder für die Einspeisung .

Das NDR-Fernsehen war im Dezember 2013 aus den analogen Kabelnetzen von Unitymedia ausgespeist worden.


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