Kabelnetz: Tele Columbus kommt bei Docsis 3.1 nicht weiter

Seit August 2019 ist kein Docsis-3.1-Ausbau bei Tele Columbus mehr abgeschlossen worden. FTTB wird offenbar wichtiger.

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Durchgangsdose für das Kabelnetz
Durchgangsdose für das Kabelnetz (Bild: Saturn)

Der zweitgrößte Kabelnetzbetreiber Tele Columbus hat seit zwei Jahren kein neues Ausbauprojekt für den Standard Docsis 3.1 mehr abgeschlossen. Hier sei noch nichts "verkündet" worden, sagte Unternehmenssprecher Sebastian Artymiak Golem.de auf Anfrage. Dietmar Pöltl, Chief Technology Officer von Tele Columbus, stellte im November 2020 klar, dass nur vollständig abgeschlossene Docsis-3.1-Projekte öffentlich angekündigt würden. Im August 2019 wurde der Abschluss des Ausbaus mit Docsis 3.1 in Berlin angekündigt.

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Tele Columbus wurde von einem Infrastrukturfonds der US-Investmentbank Morgan Stanley mehrheitlich übernommen und hat damit nach eigenen Angaben mehr finanzielle Mittel für den Netzausbau zur Verfügung. Daniel Ritz, Vorstandsvorsitzender bei Tele Columbus, hatte im März 2021 erklärt, dass in den kommenden zehn Jahren insgesamt Investitionen in Höhe von drei Milliarden Euro geplant seien, zwei Drittel der Mittel gingen in den Netzausbau. Von 2,4 Millionen Haushalten am Koaxialkabelnetz waren zu der Zeit nur 20 Prozent auch Internetkunden.

FTTB statt Docsis 3.1

Artymiak wollte jedoch nicht bestätigen, dass Docsis 3.1 durch die Konzentration auf Glasfaserausbau an Bedeutung verliert. "Wir planen intensiv ein Gesamtnetz mit flächendeckenden Gigabit-Produkten für mehr Kunden, noch höherer Qualität und Kapazität - hier spielt auch Docsis 3.1 weiterhin eine Rolle", erklärte Artymiak. "Als weiterer Zwischenschritt wird dann oft die Glasfaser bis ins Haus (FTTB) kommen. Damit können wir ebenso Gigabit-Bandbreiten anbieten und im nächsten Schritt erfolgt dann der Einsatz der Glasfaser bis zum Endkunden (FTTH)".

Hintergrund dürfte der Zustand des Koaxialnetzes von Tele Columbus sein. Die Anzahl der rückkanalfähig aufgerüsteten Haushalte im eigenen Netz stieg bei Tele Columbus im vierten Quartal 2019 um 4.000 auf 2,35 Millionen. Dies entspricht 69,6 Prozent der durch Tele Columbus erschlossenen Haushalte. Laut früheren Unternehmensangaben eignen sich nicht alle angeschlossenen Haushalte dafür, rückkanalfähig erschlossen zu werden.

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