Kabelnetz: Tele Columbus greift Glasfaser an

Bei seinem Gigabit-Ausbau in München setzt Tele Columbus (Pÿur) auf den Standard Docsis 3.1 und virtuellen Nodesplit mit Remote-Phy . Das hat Unternehmenssprecher Sebastian Artimiak Golem.de auf Anfrage erklärt. "Wir verwenden Remote-PHY dort, um die steigenden Bandbreitenbedarfe bedienen zu können" , heißt es vom(öffnet im neuen Fenster) zweitgrößten Kabelnetzbetreiber Deutschlands.
Zudem kämen georedundante Uplinks und ein eigenes Glasfaser-Verteilnetzwerk zum Einsatz. Die Aufrüstung für 270.000 Haushalte wurde nun abgeschlossen.
In München muss der Kabelnetzbetreiber mit dem gut ausgebauten FTTB-Netz von M-net konkurrieren. Bei Remote-Phy sind die Kopfstelle und das CMTS aufgesplittet. Im Feld ist nur das Phy-Layer, im Headend ist nach wie vor CMTS-Funktionalität nötig. Damit will Tele Columbus "ein optimales Surferlebnis zu jeder Tages- und Nachtzeit" bieten.
Tele Columbus: Lange Pause bei DOCSIS 3.1
Für die Tele-Columbus-Gruppe ist München nach Berlin das zweitgrößte Stadtnetz, das mit Docsis 3.1 auf Gigabit aufgerüstet wird. Bundesweit versorgt man nach eigener Aussage knapp 2,3 Millionen Haushalte. Tele Columbus kündigte im August 2019 den Ausbau mit Docsis 3.1 in Berlin an. Danach trieb man den Kabelnetzstandard aber jahrelang kaum weiter voran. Erst im Dezember 2021 wurde wieder erklärt, dass der überwiegende Teil der Haushalte auf Gigabitbandbreite ausgebaut werden solle.
Im Upload kann man im Kabelnetz nur 50 MBit/s bieten. M-net hat(öffnet im neuen Fenster) in seinem Produkt Surf-Flat 600 eine Datenrate von 600 MBit/s im Download und 200 MBit/s im Upload.
Bei einer Vertragslaufzeit von 24 Monaten werden bei Tele Columbus die ersten zehn Monate nicht berechnet. Ab dem 11. Monat kosten der Gigabitzugang 44,99 Euro. Eine Festnetzflat gehört zu dem Paket.



