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Kabelnetz: Sunrise tauscht Führung nach gescheitertem UPC-Kauf aus

Der neue Chef des Schweizer Mobilfunkbetreibers Sunrise heißt Krause und kommt aus Deutschland. Nach der misslungenen Übernahme des Kabelnetzkonzerns UPC Schweiz müssen drei Topmanager gehen.

Artikel veröffentlicht am ,
Sunrise-Chef Olaf Swantee (links) auf dem MWC 2019 im Gespräch mit Golem.de
Sunrise-Chef Olaf Swantee (links) auf dem MWC 2019 im Gespräch mit Golem.de (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Der zweitgrößte Schweizer Telekommunikationsbetreiber Sunrise wechselt nach der gescheiterten Übernahme des Kabelnetzunternehmens UPC Schweiz drei führende Manager aus. Sunrise-Chef Olaf Swantee und Verwaltungsratspräsident Peter Kurer treten zurück, gab Sunrise am 3. Januar 2020 bekannt. Nachfolger von Swantee wird Finanzchef André Krause. Swantee tritt mit sofortiger Wirkung ab und darf seinen Nachfolger Krause nur noch bis zur Generalversammlung 2020 im April unterstützen.

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Krause kam im Jahr 2011 zu Sunrise und war laut dessen Angaben "maßgeblich an der Transformation des Unternehmens beteiligt". Bei Telefónica O2 Germany war er von 2006 bis 2011 Finanzchef. Er ist deutscher Staatsbürger und hat einen Bachelor of Arts in Wirtschaftswissenschaften von der Fachhochschule Bielefeld.

Auch Verwaltungsratschef Kurer wird nur noch bis zur Generalversammlung 2020 tätig sein und Krause unterstützen. Vizechef Peter Schöpfer, der seit dem Jahr 2015 im Amt ist, wird nicht mehr kandidieren. Zur Nachfolge der beiden wurden keine Angaben gemacht. In den Schweizer Medien war Kurer wegen der gescheiterten Übernahme von UPC massiv kritisiert worden.

Der zweitgrößte Schweizer Mobilfunkbetreiber hatte sich mit dem Kauf des größten Kabelnetzbetreibers des Landes im Konkurrenzkampf mit der Swisscom stärken wollen. UPC und Sunrise kaufen bisher Vorleistungen von Swisscom ein. Für UPC sollten 5,6 Milliarden Euro an den US-Konzern Liberty Global gezahlt werden. UPC Switzerland ist Liberty Globals leistungsschwächste Landestochter.

Größter Aktionär von Sunrise ist mit 24,5 Prozent die deutsche Freenet. Freenet hatte im August 2019 erklärt, im Zusammenhang mit der Übernahme von UPC Schweiz gegen die Kapitalerhöhung zu stimmen. Auch der aktivistische Investor Active Ownership Capital (AOC) und der Stimmrechtsberater ISS waren gegen die Übernahme, weil ihnen Preis zu hoch war. Für Freenet hätte die Kapitalerhöhung eine Verwässerung ihrer Anteile bedeutet.

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RheinPirat 03. Jan 2020 / Themenstart

Zum Glück hat die Übernahme geklappt. Gewisse Leute, wie der Swantee u.a., sind einfach...

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