Kabelnetz: Rocket Internet kauft sich bei Tele Columbus (Pyur) ein

Rocket Internet kauft große Anteile von Tele Columbus. Zuletzt sicherte sich ein anderer Großaktionär, United Internet, die Kontrolle über den Aufsichtsrat.

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Rüdiger Schmidt, Chef der Tele-Columbus-Tochter Pepcom, und Heidelbergs Bürgermeister Hans-Jürgen Heiß (rechts)
Rüdiger Schmidt, Chef der Tele-Columbus-Tochter Pepcom, und Heidelbergs Bürgermeister Hans-Jürgen Heiß (rechts) (Bild: Stadt Heidelberg)

Rocket Internet beteiligt sich mit zunächst 12,29 Prozent bei dem Kabelnetzbetreiber Tele Columbus (Pyur). Das gab Tele Columbus in einer Finanzmitteilung bekannt. Innerhalb eines Jahres wolle Rocket Internet weitere Anteile erwerben. Der Investor habe das strategische Ziel des "Auf- und Ausbaus eines weltweiten Netzwerks von Tech-Unternehmen".

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Rocket Internet strebe keine Einflussnahme auf die Besetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats an, die über die Ausübung der Stimmrechte in der Hauptversammlung hinausgehe. Auch eine wesentliche Änderung der Kapitalstruktur sei nicht geplan, erklärte Tele Columbus.

Im August wurde auf einer Hauptversammlung von Tele Columbus vom Großaktionär United Internet (28,5 Prozent) eine eigene Liste für den Aufsichtsrat durchgesetzt. Der Vertreter der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger, Michael Kunert, sagte dazu der Deutschen Presse-Agentur: "Im Grunde ist das eine Übernahme durch die Hintertür. Ich traue United Internet nicht, dass deren Kandidaten wirklich unabhängig sind."

Der Kurs der Tele-Columbus-Aktie ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken. Die Marktkapitalisierung lag im August 2019 bei nur noch 228,33 Millionen Euro. Der drittgrößte Kabelnetzbetreiber Deutschlands benannte sich im August 2017 in Pyur um, ausgesprochen wie das englische Pure.

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Das britische Magazin Tmtfinance hatte berichtet, dass Tele Columbus plane, sein Geschäft in eine Netzwerkeinheit und eine Serviceeinheit aufzuteilen, um die neu geschaffene Netzwerkgesellschaft zu verkaufen. Die US-Bank Goldman Sachs sei von Tele Columbus mit der Vorbereitung beauftragt worden und sollte dabei Milliarden Euro einnehmen.

Im April 2019 hatte Tele Columbus bestätigt, "dass sie gegenwärtig wertsteigernde Optionen im Rahmen des Glasfaserausbaus in Deutschland prüft. Dies schließt auch eine potentielle neue Struktur der Gruppe mit ein, die die Beteiligung eines Investors an den Netzen von Tele Columbus ermöglichen würde." Die Evaluierung befinde sich noch in einem frühen Stadium und es seien noch keine Entscheidungen getroffen worden.

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