Abo
  • Services:
Anzeige
Provider sollen den Anschluss eigener Router nicht mehr verweigern dürfen.
Provider sollen den Anschluss eigener Router nicht mehr verweigern dürfen. (Bild: avm.de)

Kabelmodems: Bundesrat lehnt Abschaffung von Routerzwang teilweise ab

Provider sollen den Anschluss eigener Router nicht mehr verweigern dürfen.
Provider sollen den Anschluss eigener Router nicht mehr verweigern dürfen. (Bild: avm.de)

Der Bundesrat will die geplante Abschaffung des Routerzwangs überprüfen lassen. Dabei macht er sich die Position der Kabelnetzbetreiber zu eigen.

Anzeige

Auf Ebene der Bundesländer regt sich Widerstand gegen die geplante Abschaffung des Routerzwangs durch die schwarz-rote Koalition. In einer Stellungnahme zum Gesetzentwurf der Bundesregierung fordert der Bundesrat, die derzeitigen Pläne zu überprüfen. Dabei geht es vor allem um die Frage, ob bei Kabelnetzen das erforderliche Modem weiterhin dem Netz des Betreibers zuzurechnen ist oder ob der Kunde frei darüber verfügen kann. Stoppen könne der Bundesrat das Gesetz jedoch nicht, da es nicht zustimmungsbedürftig sei, sagte eine Sprecherin der Länderkammer auf Anfrage von Golem.de. Das Kabinett hatte den Entwurf Mitte August 2015 beschlossen.

Um den Routerzwang zu verhindern, soll das Gesetz über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen (FTEG) angepasst werden. Es soll eine Konkretisierung der Netzzugangsschnittstelle erfolgen. Zudem werden die Regelungen präzisiert, dass Endgeräte unmittelbar an das öffentliche Telekommunikationsnetz angeschlossen werden dürfen. So wird eine "Telekommunikationsendeinrichtung" in Paragraf 2, Nummer 2 des FTEG künftig definiert als eine "direkt oder indirekt an die Schnittstelle eines öffentlichen Telekommunikationsnetzes angeschlossene Einrichtung zum Aussenden, Verarbeiten oder Empfangen von Nachrichten". Im Telekommunikationsgesetz (TKG) soll der Zugang künftig als ein "passiver Netzabschlusspunkt" definiert werden. "Das öffentliche Telekommunikationsnetz endet am passiven Netzabschlusspunkt", soll es in Paragraf 45d Absatz 1 des TKG zusätzlich lauten.

Der Bundesrat stört sich nun jedoch an einer neuen Formulierung in Paragraf 11, Absatz 3 des FTEG. Dieser sieht vor, dass die Netzbetreiber den Anschluss von Routern nicht verweigern dürfen, wenn diese bestimmte Anforderungen erfüllen. Diese Anforderungen gehen den Ländern aber nicht weit genug, da sie "Sicherheit, Integrität und Funktionalität" der Geräte nicht berücksichtigten. "Branchenverbände weisen darauf hin, dass durch die Verwendung inkompatibler Endgeräte die Erreichung der vertraglich vereinbarten Datenübertragungsrate nicht sichergestellt werden kann und durch die Verwendung nicht funktionaler Endgeräte Störungen im Telekommunikationsnetz des Netzbetreibers verursacht werden können", heißt es in der Stellungnahme vom vergangenen Freitag. Auch bei der Vectoring-Technik könnten durch fehlerhafte Drittgeräte Störungen im Netz verursacht werden.

Zudem übernimmt der Bundesrat die Argumentation der Kabelnetzbetreiber bei der Definition des Netzabschlusspunktes. Bei Kabelnetzen sei der Netzabschlusspunkt "durch technische Standards hinter dem Kabelmodem festgelegt". Auch bei Glasfaserverbindungen bis zum Endkunden (FTTH) gehöre die Optical Network Termination (ONT) noch zum Netz des Netzbetreibers. Nach Ansicht des Bundesrates sollte im weiteren Gesetzgebungsverfahren geprüft werden, ob die Definition des Netzabschlusspunktes erweitert werden müsste.

Sollten Kabelnetzbetreiber tatsächlich den Routerzwang beibehalten dürfen, könnte sich die große Koalition das Gesetz aber gleich sparen. Es ist daher nicht davon auszugehen, dass der Bundestag den Regierungsentwurf im Sinne des Bundesrates abändert. Nach dem Beschluss des Bundestages kommt das Gesetz dann ein weiteres Mal in die Länderkammer. Dann bestünde immer noch die Möglichkeit, den Vermittlungsausschuss anzurufen. Wenn es auch dann keine Einigung gibt, kann der Bundesrat jedoch vom Bundestag überstimmt werden.


eye home zur Startseite
MysticaX 06. Nov 2015

Bin bei Unitymedia, hatte mit 32 mbit nur ein Modem und konnte den Router meiner Wahl...

Wurly 30. Sep 2015

Um welche Bundesländer geht es denn? Oder sind die etwa alle für diese...

AnonymerHH 30. Sep 2015

die du, dank routerzwang, aber nicht nutzen darfst. mit meinem zwangsrouter wär ich...

/mecki78 29. Sep 2015

Genau die hat meine Mutter 2 Jahre lang nicht erhalten. Vereinbart waren 100 Mbit/s...

dEEkAy 29. Sep 2015

Ganz einfach. Hier in der Bude bieten mir alle nur bis zu 16 MBit DSL an, ausser Kabel...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. MBtech Group GmbH & Co. KGaA, Norddeutschland
  2. Deutsche Telekom AG, Bonn, Darmstadt, Berlin
  3. Bertrandt Technikum GmbH, Ehningen bei Stuttgart
  4. ResMed, Martinsried Raum München


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 19,99€
  2. 259,00€
  3. 11,99€

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Wissens-Guide und Kaufberatung für Cloud-Sicherheit


  1. Tim Dashwood

    Entwickler von 360VR Toolbox verschenkt seine Software

  2. UEFI-Update

    Agesa 1004a lässt Ryzen-Boards schneller booten

  3. Sledgehammer Games

    Call of Duty WWII spielt wieder im Zweiten Weltkrieg

  4. Mobilfunk

    Patentverwerter klagt gegen Apple und Mobilfunkanbieter

  5. Privatsphäre

    Bildungsrechner spionieren Schüler aus

  6. Raumfahrt

    Chinesischer Raumfrachter Tanzhou 1 dockt an Raumstation an

  7. Die Woche im Video

    Kein Saft, kein Wumms, keine Argumente

  8. Windows 7 und 8

    Github-Nutzer schafft Freischaltung von neuen CPUs

  9. Whitelist umgehen

    Node-Server im Nvidia-Treiber ermöglicht Malware-Ausführung

  10. Easy S und Easy M

    Vodafone stellt günstige Einsteigertarife ohne LTE vor



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Creators Update im Test: Erhöhter Reifegrad für Windows 10
Creators Update im Test
Erhöhter Reifegrad für Windows 10
  1. Microsoft Zwei große Updates pro Jahr für Windows 10
  2. Windows 10 Version 17xx-2 Stromsparmodus kommt für die nächste Windows-Version
  3. Windows as a Service Die erste Windows-10-Version hat noch drei Wochen Support

Moto G5 und Moto G5 Plus im Test: Lenovo kehrt zur bewährten Motorola-Tradition zurück
Moto G5 und Moto G5 Plus im Test
Lenovo kehrt zur bewährten Motorola-Tradition zurück
  1. Miix 720 Lenovos High-End-Detachable ist ab 1.200 Euro erhältlich
  2. Lenovo Händler nennt Details des Moto G5
  3. Miix 320 Daten zu Lenovos neuem 2-in-1 vorab veröffentlicht

Miniatur Wunderland: Schiffe versenken die schönsten Pläne
Miniatur Wunderland
Schiffe versenken die schönsten Pläne
  1. Transport Üo, der fahrbare Ball
  2. Transport Sea Bubbles testet foilendes Elektroboot
  3. Verkehr Eine Ampel mit Kamera und Gesichtserkennung

  1. Re: Weltveränderung

    FreiGeistler | 07:28

  2. Re: Zensierung incoming / 42

    WebNeuland | 07:28

  3. Re: ww2 ist langweilig

    manudrescher | 07:28

  4. Re: Bootzeit?

    tomacco | 07:13

  5. Re: 40k für einen Kleinwagen?

    ArcherV | 07:10


  1. 07:24

  2. 12:40

  3. 11:55

  4. 15:19

  5. 13:40

  6. 11:00

  7. 09:03

  8. 18:01


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel