Abo
  • Services:

Kabel-Radio: Sachsen will auch schnelle UKW-Abschaltung im Kabel

Kabelradio liegt genau im Uploadbereich von Docsis 3.1. Darum soll es in Sachsen schnell aus dem TV-Kabelnetz verschwinden.

Artikel veröffentlicht am ,
FRK-Chef Heinz-Peter Labonte
FRK-Chef Heinz-Peter Labonte (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Die sächsische Landesregierung will eine schnelle Analogabschaltung auch bei UKW im TV-Kabelnetz. Das sagte der Vorsitzende des mittelständischen Kabelfachverbands Rundfunk- und Breitbandkommunikation (FRK) Heinz-Peter Labonte am 17. Oktober 2017 in Leipzig. "Die sächsische Landesregierung will damit für die großen Kabelnetzbetreiber Frequenzbereiche frei machen, damit diese Docsis 3.1 einsetzen können."

Stellenmarkt
  1. CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main
  2. Robert Bosch GmbH, Stuttgart

Um weiterhin Kabelradio zu empfangen, würden die Kunden dann eine Settop-Box benötigen. In Sachsen und in Bayern ist bereits länger gesetzlich festgelegt, dass die analoge Kabelverbreitung für das Fernsehprogramm zum 31. Dezember 2018 ausläuft.

Um im Downstream höhere Datenübertragungsraten mit Docsis 3.1 zu erreichen, werden die Frequenzbereiche des analogen Fernsehens freigemacht. Um auch höhere Upload-Raten für die Nutzer bereitzustellen, sollen die analogen Radiosender aus dem Kabelnetz verschwinden. Das Signal wird beim Kabelradio aus der Kabeldose direkt in die Stereoanlage geleitet. Die Sender liegen im Bereich zwischen 87,5 und 108 MHz, dies betrifft lokale und überregionale Sender. Docsis 3.1 will den Frequenzbereich zwischen 5 und 204 MHz für den Upstream nutzen.

Wer nutzt noch Kabelradio?

Laut dem Digitalisierungsbericht 2017 der Medienanstalten ist das Kabel nur für 2,7 Prozent die meistgenutzte Empfangsart von Radio. Insgesamt besitzen in Deutschland rund 6,4 Millionen Personen ab 14 Jahren mindestens ein Radiogerät mit analogem Kabel. Im Rahmen des Digitalisierungsberichts wurde auch erhoben, was diese Personengruppe tun würde, wenn es kein analoges Radiosignal mehr gäbe. 27,8 Prozent der Befragten wollen von analogem auf digitales Kabel umsteigen und den leitungsgebundenen Radioempfang beibehalten. 24,1 Prozent planen, im Falle einer Analogabschaltung Radio zukünftig über den Empfangsweg UKW zu hören. 13,9 Prozent waren zum Zeitpunkt der Befragung noch unentschlossen, 11,9 Prozent gaben an, ihr analoges Kabelradio gar nicht ersetzen zu wollen. Den Umstieg auf ein IP-Radio planen 7,8 Prozent, weitere 6,1 Prozent wollen Internetradio über Smartphone oder Notebook und PC nutzen. Einen Wechsel auf DAB+ beabsichtigen 5,9 Prozent.

Offenlegung: Golem.de ist auf Einladung des FRK in Leipzig. Die Reisekosten wurden vom FRK übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. ASUS ROG Strix RTX 2070 OC für 579€, Razer Ornata Chroma für 69€ und viele weitere...
  2. (u. a. Niko 2, Willkommen bei den Sch'tis, Der Mann aus dem Eis)
  3. (u. a. FIFA 19, Battlefield V, NFL 19)
  4. (u. a. New Super Mario Bros. U Deluxe, Super Mario Party, Pokemon)

M.P. 17. Okt 2017

Jeder DVB-C TV-Receiver sollte das können... Für Küchenradios aber eher keine Lösung...

M.P. 17. Okt 2017

Naja, in Grenzen kann ich die Bedenken von "crunchy" schon verstehen, da auch in den...


Folgen Sie uns
       


Padrone-Maus-Ring angesehen (CES 2019)

Der Ring von Padrone soll die Maus überflüssig machen - wir haben ihn uns auf der CES 2019 angesehen.

Padrone-Maus-Ring angesehen (CES 2019) Video aufrufen
IT-Sicherheit: 12 Lehren aus dem Politiker-Hack
IT-Sicherheit
12 Lehren aus dem Politiker-Hack

Ein polizeibekanntes Skriptkiddie hat offenbar jahrelang unbemerkt Politiker und Prominente ausspähen können und deren Daten veröffentlicht. Welche Konsequenzen sollten für die Sicherheit von Daten aus dem Datenleak gezogen werden?
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Datenleak Ermittler nehmen Verdächtigen fest
  2. Datenleak Politiker fordern Pflicht für Zwei-Faktor-Authentifizierung
  3. Politiker-Hack Wohnung in Heilbronn durchsucht

WLAN-Tracking und Datenschutz: Ist das Tracken von Nutzern übers Smartphone legal?
WLAN-Tracking und Datenschutz
Ist das Tracken von Nutzern übers Smartphone legal?

Unternehmen tracken das Verhalten von Nutzern nicht nur beim Surfen im Internet, sondern per WLAN auch im echten Leben: im Supermarkt, im Hotel - und selbst auf der Straße. Ob sie das dürfen, ist juristisch mehr als fraglich.
Eine Analyse von Harald Büring

  1. Gefahr für Werbenetzwerke Wie legal ist das Tracking von Online-Nutzern?
  2. Landtagswahlen in Bayern und Hessen Tracker im Wahl-O-Mat der bpb-Medienpartner
  3. Tracking Facebook wechselt zu First-Party-Cookie

CES 2019: Die Messe der unnützen Gaming-Hardware
CES 2019
Die Messe der unnützen Gaming-Hardware

CES 2019 Wer wollte schon immer dauerhaft auf einem kleinen 17-Zoll-Bildschirm spielen oder ein mehrere Kilogramm schweres Tablet mit sich herumtragen? Niemand! Das ficht die Hersteller aber nicht an - im Gegenteil, sie denken sich immer mehr Obskuritäten aus.
Ein IMHO von Oliver Nickel

  1. Slighter im Hands on Wenn das Feuerzeug smarter als der Raucher ist
  2. Sonos Keine Parallelnutzung von Alexa und Google Assistant geplant
  3. Hypersense-Prototypen ausprobiert Razers Rumpel-Peripherie sorgt für Immersion

    •  /